Rommerskirchen: Altes Schulgebäudes an der Kastanienallee weicht neuen Einfamilienhäusern

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Robert Schilken, Herausgeber



Rommerskirchen – In der beweg­ten Geschichte des Gebäudes der ehe­ma­li­gen Schule an der Kastanienallee wird jetzt ein neues Kapitel aufgeschlagen. 

Erst 1962 hat­ten die Eckumer dort eine Volksschule erhal­ten, die aus­schließ­lich den evan­ge­li­schen Schülerinnen und Schülern vor­be­hal­ten war. Vorangegangen war ein jahr­zehn­te­lan­ger Kampf der Eckumer um eine eigene Schule. Bereits 1868 hatte Eckum ange­sichts stei­gen­der Schülerzahlen eine eigene Volksschule gefor­dert, wie der kürz­lich ver­stor­bene Lokalhistoriker Dr. Josef Schmitz schreibt. Die immer wie­der erho­be­nen Forderungen blie­ben aber bis 1962 unerhört.

Auch der neuen evan­ge­li­schen Volksschule in Eckum war keine lange Geschichte ver­gönnt. 1968 kam es in Nordrhein – Westfalen zu einer Neuorganisation des Schulwesens – die alten „Volksschulen”, in denen die Klassen eins bis neun unter­rich­te­tet wor­den waren, wur­den auf­ge­löst und durch Grund – und Hauptschulen ersetzt.

In Rommerskirchen ent­stand die neue Hauptschule am Nettesheimer Weg (heute Gillbachschule), die Volksschule an der Kastanienschule wurde geschlos­sen. Dem immer grö­ße­ren Platzbedarf der Verwaltung kam das gele­gen. Die Schule an der Kastanienallee wurde für lange Zeit zur „Verwaltungsnebenstelle”, wo u.a. die Kämmerei, die Kasse und das Sozialamt unter­ge­bracht wurden.

2004, mit dem Neubau des Dienstleistungszentrums an der Bahnstraße, endete dann die­ses Kapitel in der Geschichte. Anschließend erwarb ein Kölner Investor das Gelände, um dort Wohnhäuser zu errich­ten. Das Vorhaben wurde jedoch nie rea­li­siert. Zur Unterbringung von Migranten auf dem Höhepunkt der Fluchtwelle 2016 mie­tete die Gemeinde das Gebäude zur Unterbringung von geflüch­te­ten Menschen an.

Jetzt erfolgt der nächste und letzte Abschnitt: Das alte Schulgebäude wird Ende des Jahres abge­ris­sen, um Platz für drei neue Einfamilienhäuser zu schaf­fen. Im Vorfeld der Bauarbeiten wur­den jetzt Bäume gefällt und die umge­bende Hecke ent­fernt, um das Baufeld vor­zu­be­rei­ten. Bürgermeister Dr. Martin Mertens: „Die bis­her unan­sehn­li­che Ecke an der Kastanienallee weicht jetzt einer moder­nen Bebauung, die Platz für Familien schafft und die Allee städ­te­bau­lich aufwertet.”

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