Rommerskirchen: Tierschutzverein über­nimmt Patenschaft – Hundewiese

Rommerskirchen – Immer wieder erreichten in der Vergangenheit das Rathaus Anfragen von interessierten Bürgerinnen und Bürgern, ob man nicht eine geeignete Fläche als "Hundewiese" ausweisen kann.

Bürgermeister Dr. Martin Mertens: "Ich selbst bin ein großer Tierfreund und kann den Wunsch nach einer solchen Wiese gut nachvollziehen. Da läuft man bei mir sozusagen offene Türen ein." Deshalb wurde bereit Jahr 2016 ein geeignetes Gelände gesucht und gefunden. Als problematisch erwies sich immer wieder die Betreuung eines solchen Platzes.

Mertens: "Eine Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Realisierung ist, dass sich eine Gruppe von Hundebesitzern zusammentut, um ein solches Projekt zu betreuen." Dem vor kurzem erfolgten Aufruf an interessierte Hundebesitzer zu einem Treffen, bei dem organisatorische Fragen zur Hundewiese geklärt werden sollten, hatte große Resonanz. Rund 30 Interessentinnen und Interessenten waren zu einem Treffen ins Rathaus gekommen.

Einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zur Realisierung hat bereits vor einigen Tagen der Tierschutzverein für den Kreis Neuss e.V. geleistet. Er hat sich mündlich und schriftlich bereit erklärt, die Patenschaft für die Hundewiese zu übernehmen. Sarah und Benjamin Pasternak vom Tierschutzverein: "Die von der Verwaltung vorgeschlagene Fläche ist als Hundewiese perfekt geeignet. Sie wird als Treffpunkt für alle Freunde der Vierbeiner ein tolles Projekt, das wir gerne unterstützen. Hier können Hundebesitzer Erfahrungen austauschen. Für das Sozialverhalten der Hunde ist ein solcher Treffpunkt ebenfalls von großem Vorteil."

Bei dem Treffen wurden aber auch Bedenken von Anwohnern der direkt an der Bahn liegenden Fläche geäußert, die Sorge vor zu viel Lärm, Verkehr und Hundekotverschmutzung haben. Hierzu wird der Tierschutzverein noch einmal mit den Anwohnern in den Dialog gehen, damit das Pilotprojekt Hundewiese erfolgreich starten kann.

Benjamin Pasternak: "Wir möchten erst einmal die nächsten zwei Jahre probieren, wie eine solche Hundewiese überhaupt angenommen wird und werden mit großem Einsatz mögliche Konfliktsituationen aus dem Weg räumen. Wir danken der Gemeindeverwaltung für die tatkräftige Unterstützung des Tierschutzes, die wirklich vorbildlich ist. Wir freuen uns, die Chance zu erhalten hier ein zusätzliches Angebot für die Tiere zu erhalten und wir werden den Dialog mit den Nachbarn weiter führen."

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