Meerbusch: Neue ehren­amt­li­che Behindertenbeauftragte

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Meerbusch – Mit Jahresbeginn haben die bei­den ihr Amt als ehren­amt­li­che Behindertenbeauftragte der Stadt Meerbusch angetreten. 

Anja Flintrop, die sich im Sozialdezernat der Stadtverwaltung unter ande­rem um Seniorenberatung und den Runden Tisch „Meerbusch bar­rie­re­frei” küm­mert, unter­stützt die bei­den Neulinge. „Die Behindertenbeauftragten sind Ansprechpartner für behin­derte Menschen in Meerbusch, aber auch für deren Angehörige”, so Flintrop. „Sie ver­tre­ten ihre Belange im Stadtrat und in der Verwaltung. Sie bera­ten aber auch bei indi­vi­du­el­len Problemen, geben Praxistipps und stel­len – falls erfor­der­lich ist – auch Kontakte zu ande­ren Institutionen, Einrichtungen oder Verbänden her.”

Jürgen Simons ist hier ganz in sei­nem Element: „Ich habe Behinderung und Krankheit im Freundes- und Familienkreis erlebt. Ich habe ehren­amt­lich Behinderte im Haus Miteinander betreut. Seitdem habe ich ein ganz ande­res Gefühl dafür bekom­men, was ein Handicap im Alltag an Problemen und Einschränkungen mit sich bringt.” Seit drei Jahren ist der 66-​jährige Lank-​Latumer Vorsitzender der Meerbuscher Ortsgruppe des VdK. 

Rainer Hansmeyer aus Büderich ergänzt das Zweier-​Team mit einem ande­ren Schwerpunkt: „Ich habe Architektur stu­diert und kenne mich des­halb gut aus, wenn es um bau­li­che Dinge geht.” Als Sachkundiger Bürger arbei­tet der 62-​Jährige für die Fraktion Bündnis 90 /​Die Grünen im Kultur- und im Planungsausschuss des Stadtrates mit. Über seine Ratskollegen wurde er auch ange­spro­chen, als die Stadt nach dem Ausscheiden von Dr. Lothar Chaillié und Ute Hoffmann zwei neue Behindertenbeauftragte suchte. „Ich habe spon­tan zuge­sagt, weil mich das Thema inter­es­siert. Wir leben in einer Gesellschaft, die zuneh­mend älter wird. Deshalb müs­sen wir auch unsere Infrastruktur an die neuen Bedürfnisse anpassen.”

Schon die bei­den ers­ten Termine der frisch geba­cke­nen Behindertenbeauftragten waren sehr lebens­nah: Am Modell für die neue Bahnunterführung in Osterath monier­ten sie lange Rampen, die für Radler und Fußgänger ideal, für Rollstuhlfahrer aber nur schwer zu bewäl­ti­gen sind. Im Rahmen der Sanierung des Rathauses in Büderich wird es auf der Gebäuderückseite erst­mals einen behin­der­ten­ge­rech­ten Eingang mit Rampe geben. Auch auf der Gestaltung der Treppenstufen liegt ein Augenmerk. „Bei allen Bemühungen aber gilt es, Maß zu hal­ten und nur Machbares ein­zu­for­dern”, sagt Jürgen Simons.

Sprechstunden der Behindertenbeauftragten: an jedem vier­ten Montag im Monat von 10 bis 12 Uhr im Raum 162 des Sozialdezernates am Bommershöfer Weg 2–9 in Meerbusch-Osterath.

Jürgen Simons und Rainer Hansmeyer freuen sich auf ihre neue Aufgabe. Foto: Stadt
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