Rhein‐​Kreis Neuss: Europäischer Tag des Notrufs – Bürger kön­nen mit der 112 über­all in Europa Hilfe anfor­dern

Rhein-Kreis Neuss – Ganz gleich ob jemand einen Autounfall in Spanien, einen Herzinfarkt-Patienten in den Niederlanden oder ein Feuer in Großbritannien melden will – in jedem Fall ist 112 die richtige Telefonnummer.

Hans-Joachim Klein, Leiter des Amtes für Sicherheit und Ordnung des Rhein-Kreises Neuss, weist zum Tag des Europäischen Notrufs am heutigen 11. Februar darauf hin, dass die Notrufnummer 112 in allen Ländern der Europäischen Union einheitlich ist. Diese Nummer kann von überall her erreicht werden – sowohl vom Festnetz aus als auch vom Mobiltelefon. Beim Notruf vom Handy aus muss in Deutschland allerdings eine SIM-Karte eingelegt sein. Dabei ist das Gespräch über die Notrufnummer immer kostenlos.

Wer den Notruf 112 wählt, wird im Rhein-Kreis Neuss automatisch mit der Kreisleitstelle verbunden. Von hier aus koordinieren die 31 Leitstellen-Mitarbeiter im Schichtdienst die Einsätze der Feuerwehren und Rettungsdienste von Dormagen bis Meerbusch. Mit Hilfe einer strukturierten Abfrage ermitteln die Disponenten im Gespräch mit dem Anrufer, wo Hilfe benötigt wird, und alarmieren bei Bedarf die Feuerwehrkräfte und Helfer im Rettungsdienst.

Mehr als 300.000 Mal wählten die Bürger im Rhein-Kreis Neuss im vergangenen Jahr die Notrufnummer. 81.971 Mal war die Lage so ernst, dass Rettungsdienste und Feuerwehren ausrücken mussten.

Verbessert worden ist die Kommunikation zwischen Notfallzeugen und der Leitstelle mit der im letzten Jahr entwickelten Technologie von „EmergencyEye“. Sie erlaubt dem Disponenten den Fernzugriff auf das Smartphone des Anrufers und kann nicht nur den Einsatz orten, sondern auch eine stabile Videoverbindung aufbauen. Diese Technik hat sich im Rahmen eines Pilotprojekts in der Leitstelle des Rhein-Kreises Neuss im letzten Jahr bewährt und ist schon jetzt so erfolgreich, dass sie bundesweit in immer mehr Leitstellen zum Einsatz kommt.

Bürger, die die 112 aus Versehen angerufen haben, sollten nicht auflegen. Denn ihre Telefonnummer kann von der Leitstelle identifiziert werden, und nur, wenn sie den Irrtum kurz melden, können sie vermeiden, dass unnötig Hilfe losgeschickt wird.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Stefan Meuter macht zusammen mit dem Deutschen Feuerwehrverband zum Europäischen Tag des Notrufs darauf aufmerksam, dass nur rund jeder dritte Europäer die einheitliche Notrufnummer kennt. „In Deutschland sind es mit rund 20 Prozent sogar noch weniger“, sagt Meuter und fügt hinzu, dass die Berufsfeuerwehren in diesem Jahr am heutigen 11. Februar bundesweit in den sozialen Medien über ihre Aufgaben und Einsätze berichten, um die Notrufnummer noch bekannter zu machen.

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