Rhein-​Kreis Neuss: Europäischer Tag des Notrufs – Bürger kön­nen mit der 112 über­all in Europa Hilfe anfordern

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Ganz gleich ob jemand einen Autounfall in Spanien, einen Herzinfarkt-​Patienten in den Niederlanden oder ein Feuer in Großbritannien mel­den will – in jedem Fall ist 112 die rich­tige Telefonnummer.

Hans-​Joachim Klein, Leiter des Amtes für Sicherheit und Ordnung des Rhein-​Kreises Neuss, weist zum Tag des Europäischen Notrufs am heu­ti­gen 11. Februar dar­auf hin, dass die Notrufnummer 112 in allen Ländern der Europäischen Union ein­heit­lich ist. Diese Nummer kann von über­all her erreicht wer­den – sowohl vom Festnetz aus als auch vom Mobiltelefon. Beim Notruf vom Handy aus muss in Deutschland aller­dings eine SIM-​Karte ein­ge­legt sein. Dabei ist das Gespräch über die Notrufnummer immer kostenlos.

Wer den Notruf 112 wählt, wird im Rhein-​Kreis Neuss auto­ma­tisch mit der Kreisleitstelle ver­bun­den. Von hier aus koor­di­nie­ren die 31 Leitstellen-​Mitarbeiter im Schichtdienst die Einsätze der Feuerwehren und Rettungsdienste von Dormagen bis Meerbusch. Mit Hilfe einer struk­tu­rier­ten Abfrage ermit­teln die Disponenten im Gespräch mit dem Anrufer, wo Hilfe benö­tigt wird, und alar­mie­ren bei Bedarf die Feuerwehrkräfte und Helfer im Rettungsdienst.

Mehr als 300.000 Mal wähl­ten die Bürger im Rhein-​Kreis Neuss im ver­gan­ge­nen Jahr die Notrufnummer. 81.971 Mal war die Lage so ernst, dass Rettungsdienste und Feuerwehren aus­rü­cken mussten. 

Verbessert wor­den ist die Kommunikation zwi­schen Notfallzeugen und der Leitstelle mit der im letz­ten Jahr ent­wi­ckel­ten Technologie von „EmergencyEye“. Sie erlaubt dem Disponenten den Fernzugriff auf das Smartphone des Anrufers und kann nicht nur den Einsatz orten, son­dern auch eine sta­bile Videoverbindung auf­bauen. Diese Technik hat sich im Rahmen eines Pilotprojekts in der Leitstelle des Rhein-​Kreises Neuss im letz­ten Jahr bewährt und ist schon jetzt so erfolg­reich, dass sie bun­des­weit in immer mehr Leitstellen zum Einsatz kommt.

Bürger, die die 112 aus Versehen ange­ru­fen haben, soll­ten nicht auf­le­gen. Denn ihre Telefonnummer kann von der Leitstelle iden­ti­fi­ziert wer­den, und nur, wenn sie den Irrtum kurz mel­den, kön­nen sie ver­mei­den, dass unnö­tig Hilfe los­ge­schickt wird.

Der stell­ver­tre­tende Kreisbrandmeister Stefan Meuter macht zusam­men mit dem Deutschen Feuerwehrverband zum Europäischen Tag des Notrufs dar­auf auf­merk­sam, dass nur rund jeder dritte Europäer die ein­heit­li­che Notrufnummer kennt. „In Deutschland sind es mit rund 20 Prozent sogar noch weni­ger“, sagt Meuter und fügt hinzu, dass die Berufsfeuerwehren in die­sem Jahr am heu­ti­gen 11. Februar bun­des­weit in den sozia­len Medien über ihre Aufgaben und Einsätze berich­ten, um die Notrufnummer noch bekann­ter zu machen.

(839 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)