Dormagen: Bürgermeister schlägt umfang­rei­ches Maßnahmenpaket für den Bahnhof vor

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Dormagen – Bürgermeister Erik Lierenfeld hat beim Neujahrsempfang 2019 am Sonntag, 10. Februar, ein umfang­rei­ches Maßnahmenpaket für den Dormagener Bahnhof vor­ge­stellt.

Es wird der­zeit fast täg­lich SOS aus dem Bahnhof gefunkt. Deshalb werde ich dem Rat dem­nächst vor­schla­gen, dort noch mehr für Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit zu tun“, erklärte Lierenfeld. „Der Bahnhof ist eine Visitenkarte für unsere Stadt, des­halb wer­den wir nicht dabei zuse­hen, wie irgend­wel­che Vandalen und Schmutzfinken ihn kaputt machen“, so der Bürgermeister wei­ter.

Zwei zusätz­li­che Kräfte des Ordnungsdienstes sol­len künf­tig gemein­sam mit dem Bezirksbeamten der Polizei dau­er­haft am Bahnhof sta­tio­niert wer­den, um vor Ort prä­sent und ansprech­bar zu sein. „Objektiv ist der Bahnhof kein Kriminalitätsschwerpunkt“, betonte Lierenfeld. Dennoch gelte es, das sub­jek­tive Sicherheitsgefühl der Menschen zu stär­ken. „Das bedeu­tet, Schmuddelecken und Angsträume zu besei­ti­gen.“

Deshalb sol­len zwei Bahnhofsbeauftragte an sie­ben Tagen in der Woche für Sauberkeit sor­gen. „Am Bahnhof sol­len künf­tig jeden Tag Reinigungsarbeiten statt­fin­den. Schließlich fah­ren dort jeden Tag Züge mit tau­sen­den Fahrgästen“, erläu­terte der Verwaltungschef.

Mit deut­lich erhöh­ten Bußgeldern für Verunreinigungen – auch außer­halb des Bahnhofs – will die Verwaltung ein wei­te­res Zeichen set­zen. „Ich hoffe, dass auch im Stadtrat Konsens dar­über herrscht, dass wir über das Portemonnaie in die Köpfe der Umweltsünder kom­men“, so Lierenfeld. Für die weg­ge­schnippte Kippe könn­ten so künf­tig 40 statt bis­her 20 Euro, für Verunreinigungen durch Hundekot 55 statt bis­her 30 Euro Bußgeld ver­hängt wer­den.

Abgerundet wird das Konzept auch durch den vom Rat bereits beschlos­se­nen Einsatz eines Streetworkers, der ins­be­son­dere Kontakt zur Trinkerszene auf­bauen soll, also Personen, die sich häu­fig und lange im Bahnhofsumfeld auf­hal­ten und dort Alkohol kon­su­mie­ren. „Diese Personen bege­hen in der Regel keine Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten. Dennoch emp­fin­den man­che Pendler und Bahnreisende sie als unan­ge­nehm. Wir wol­len uns bes­ser um sie küm­mern und so zu einer bes­se­ren Atmosphäre und höhe­ren Aufenthaltsqualität bei­tra­gen“, betonte Lierenfeld.

Die neu gegrün­dete Task Force „Sicherer und sau­be­rer Bahnhof Dormagen“ iden­ti­fi­ziert lau­fend neue Handlungsbedarfe und ent­wi­ckelt wei­tere Maßnahmen. Ein ers­tes Treffen hat bereits im Januar statt­ge­fun­den. In den Treffen des Gremiums wer­den auch die zahl­rei­chen Hinweise aus der Bürgerschaft zum Bahnhof auf­ge­grif­fen.

Die Stadt rech­net mit ein­ma­li­gen Investitionen von rund 80.000 Euro für das Maßnahmenpaket. Zudem ent­ste­hen jähr­li­che Kosten in einer ähn­li­chen Größenordnung. „Das ist viel Geld. Aber wenn wir am Bahnhof mehr machen wol­len, dann müs­sen wir auch mehr Geld in die Hand neh­men“, sagte Bürgermeister Lierenfeld.

Zugleich sol­len Verhandlungen dar­über geführt wer­den, inwie­weit sich die Deutsche Bahn finan­zi­ell an den geplan­ten Maßnahmen betei­ligt. „Wir wol­len Aufgaben anpa­cken, die in die urei­gene Zuständigkeit der Deutschen Bahn fal­len, des­halb ist für mich klar, dass sich die Bahn daran betei­li­gen muss“, hob Lierenfeld her­vor. Auch die im Bahnhofsumfeld ange­sie­del­ten Unternehmen hät­ten eine Mitverantwortung.

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