Neuss: Schlag gegen Taschendiebe – Richter schickt Tatverdächtige in Untersuchungshaft

Neuss (ots) Am Mittwoch (06.02.) gelang der Polizei ein Schlag gegen eine Bande mutmaßlicher Handtaschendiebe.

Intensive Ermittlungen hatten die Beamten auf die Spur der drei Tatverdächtigen geführt, die nun in der Neusser Innenstadt festgenommen werden konnten. Bei dem Einsatz am Mittwochnachmittag (06.02.) wurden drei Frauen, im Alter von 40, 41 und 42 Jahren, von den Fahndern im Bereich des Neusser Hauptbahnhofs gestellt.

Nach den aktuellen Erkenntnissen geht die Polizei davon aus, dass das Trio kurz zuvor in einem Linienbus Ausschau nach potentiellen Diebstahlsopfern gehalten hatte, um in einem günstigen Moment zuschlagen zu können. Den Tatverdächtigen, die im Ruhrgebiet wohnen, aber alle aus Bulgarien stammen, werden derzeit rund zehn Taschendiebstähle allein in Neuss zur Last gelegt.

Die Vorgehensweise der Festgenommenen war fast immer identisch. Während eine der Frauen die zumeist älteren Opfer ablenkte, stahlen ihre Komplizinnen geschickt deren Geldbörsen aus Handtaschen oder auch Rollatoren. Mit den dabei erlangten Kreditkarten, hoben sie nach derzeitigem Ermittlungsstand in mindestens drei Fällen unberechtigt Bargeld an Bankautomaten ab. Der daraus entstanden Schaden beläuft sich auf mehrere tausend Euro.

Während zwei der drei Festgenommenen am Donnerstag (07.02.) auf Antrag der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft einem Richter vorgeführt wurden und dieser Untersuchungshaft anordnete, dauern die Ermittlungen des Kriminalkommissariats in Neuss an. Insbesondere wird geprüft, ob das Trio für weitere Straftaten in Betracht kommt. Die Festgenommenen waren bereits in der Vergangenheit mit ähnlich gelagerten Straftaten polizeilich in Erscheinung getreten.

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