Paritätischer schlägt vor: Grundrente schon nach 25 Beschäftigungsjahren gewähren

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Robert Schilken, Herausgeber



Klartext​.NRW – Der Paritätische Wohlfahrtsverband reagiert auf die Kritik an den Vorschlägen von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil für eine Grundrente und macht Vorschläge zur armuts­po­li­ti­schen Flankierung des Konzepts. Der Verband emp­fiehlt, die Grundrente bereits nach 25 Beschäftigungsjahren und Freibeträge auf Renteneinkommen für alle Altersgrundsicherungsbeziehenden zu gewähren.

Die Grundrente ist ein wich­ti­ger Schritt, um die ver­deckte Armut im Alter zu besei­ti­gen”, so Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands. Etwa drei Viertel der Menschen, die bereits heute Anspruch auf die Grundsicherung im Alter hät­ten, näh­men diese aus Scham oder Unwissenheit nicht wahr. „Die Grundrente darf als Weg aus Armut und Fürsorgeabhängigkeit daher nicht unter­schätzt wer­den”, so Schneider. Richtig sei aber auch, dass eine Großzahl alters­ar­mer Menschen durch diese Grundrente nicht erreicht wird und daher unter armuts­po­li­ti­schen Gesichtspunkten wei­tere Maßnahmen not­wen­dig sind.

Die geplante Aufwertung von Rentenansprüchen aus Niedriglohnbeschäftigung begrüßt der Paritätische aus­drück­lich. Der Verband schlägt jedoch vor, die Aufwertung bereits ab 25 Beschäftigungsjahren grei­fen zu las­sen, um Menschen mit län­ge­ren Zeiten der Erwerbsminderung oder Arbeitslosigkeit stär­ker zu berück­sich­ti­gen. Für die Menschen, die den­noch wei­ter­hin auf Grundsicherung ange­wie­sen seien, seien die Leistungen deut­lich zu erhöhen.
Darüber hin­aus for­dert der Paritätische, den geplan­ten Freibetrag in der Grundsicherung im Alter so zu gestal­ten, dass ein Grundfreibetrag von 100 Euro für alle Renten ein­ge­führt wird und von dar­über lie­gen­den Renten zusätz­lich 20 Prozent nicht auf die Grundsicherung ange­rech­net wer­den sollen.

So kann die Bekämpfung von Armut mit der Anerkennung der Lebensleistung ver­bun­den wer­den“, betont Schneider. Gleichzeitig würde die Benachteiligung von Rentnerinnen und Rentnern gegen­über Berechtigten der betrieb­li­chen und pri­va­ten Vorsorge been­det, denn für deren Leistungen bestün­den bereits ähn­li­che Freibeträge.

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