Rhein-​Kreis Neuss: Strukturwandel gemein­sam gestalten

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Zum Austausch über die Ergebnisse der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung der Bundesregierung („Kohlekommission) kamen auf Einladung von Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke jetzt die Bundes- und Landtagsabgeordneten, Bürgermeister sowie Vorsitzenden der Kreistagsfraktionen aus dem Rhein-​Kreis Neuss zusammen.

Ziel war dabei eine Abstimmung, wie die Herausforderungen auf­ge­grif­fen wer­den und der Strukturwandel gemein­sam gestal­tet wer­den kann. Über die Pläne von RWE zur Nachnutzung des Kraftwerksstandortes Frimmersdorf berich­tete zudem Michael Eyl-​Vetter, Leiter Tagebauplanung und –geneh­mi­gung von RWE.

Dabei waren sich die Teilnehmer einig, dass der vor­zei­tige Ausstieg aus der Braunkohleverstromung das Rheinische Revier vor Herausforderungen stellt. Insbesondere müs­sen schon für die schon bis 2022 durch das Abschalten von Braunkohlekraftwerken im Rheinischen Revier weg­fal­len­den Arbeitsplätze zeit­nah neue nach­hal­tige und gut bezahlte Stellen in der Wirtschaft geschaf­fen wer­den. Hierzu seien zusätz­li­che, kurz­fris­tig ver­füg­bare Gewerbe- und Industrieflächen sowie eine Optimierung der digi­ta­len und Verkehrsinfrastruktur notwendig.

Die Schaffung neuer Arbeitsplätze ist eine Gemeinschaftsaufgabe aller Akteure in Bund, Land, Kreis, in den Kommunen, der Region und der Wirtschaft“, so Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke. Entscheidend für das Gelingen des Strukturwandels sei, dass man nun schnellst­mög­lich ver­bind­li­che Zusagen für Förderungen erhalte und Planungsverfahren beschleu­nigt wer­den, so der Landrat.
 
Vorgeschlagen ist, dass hierzu eine alle vier bis sechs Wochen tagende Arbeitsgruppe des Kreises und der Kommunen gegrün­det wer­den solle, in der Projekte erar­bei­tet und koor­di­niert wer­den sollen.
 
Ein zen­tra­les Anliegen aller Beteiligten war auch, dass es gelin­gen müsse die ener­gie­in­ten­si­ven Industrien und die damit ver­bun­de­nen Arbeitsplätze im Rheinischen Revier zu erhal­ten. „Unsere Region hat in der Vergangenheit viel für die Sicherheit der Energieversorgung in Deutschland geleis­tet. Nun wird ihr durch den vor­ge­zo­ge­nen Ausstieg aus der Braunkohle ein wei­te­res Opfer abver­langt. Hierfür erwar­ten wir umfas­sende Unterstützung, damit der Strukturwandel gemein­sam gelin­gen kann“, for­dert Petrauschke.

Rhein-​Kreis Neuss Frühstück Strukturwandel. Foto: A. Tinter /​Rhein-​Kreis Neuss
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