Rommerskirchen: Rheinisches Sixpack legt inte­grier­tes Handlungskonzept bei der „Kohlekommission” vor

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Robert Schilken, Herausgeber



Rommerskirchen – Der Planungsverbund „Rheinisches Sixpack“ wurde im Jahr 2014 von der Gemeinde Rommerskirchen und der Stadt Bedburg initiiert. 

In den bei­den Jahren bis 2016 folg­ten die Kommunen Bergheim, Grevenbroich, Jüchen und Elsdorf. Gemeinsam bil­den sie einen regie­rungs­be­zirks­über­grei­fen­den Planungsverbund in Nordrhein-​Westfalen. Er umfasst über 200.000 Einwohner auf einer Fläche von ins­ge­samt 480 km².

Die Initiatoren des Planungsverbundes hat­ten bereits 2014 das bevor­ste­hende Ende der Braunkohleverstromung als beson­dere Herausforderung für die gesamte Region ver­stan­den. Allerdings stan­den 2014 noch ganz andere Zeitläufe für den Ausstieg aus der Braunkohle als 2019 zur Debatte. Der mög­li­cher­weise jetzt doch raschere Ausstieg aus der Braunkohle hat das „Rheinische Sixpack” nur darin bestärkt, sich noch inten­si­ver mit den Zukunftsszenarien auseinanderzusetzen.

Mit der poli­ti­schen Entscheidung zum Kohleausstieg erge­ben sich mittel- bis lang­fris­tig nicht nur erheb­li­che Folgen für die deut­sche Energiewirtschaft und – ver­sor­gung, son­dern es ist dar­über hin­aus mit tief­grei­fen­den regio­nal­struk­tu­rel­len Einschnitten in den Regionen zu rech­nen,”, sind sich die Bürgermeister der sechs Kommunen des Planungsverbundes einig.

Mit Hochdruck hat der Planungsverbund daher ein „Integriertes Handlungskonzept für die Kommunen des „Rheinischen Sixpacks” erar­bei­tet. Dieses gilt als Basis für die wei­tere kon­zep­tio­nelle und pla­ne­ri­sche Zusammenarbeit des Rheinischen Sixpacks. Es stellt die Schwerpunktthemen dar, auf die sich die regio­nale Kooperation in den fol­gen­den Jahren fokus­sie­ren soll, um den Herausforderungen, die sich aus dem Ende der Braunkohle erge­ben wer­den, effek­tiv begeg­nen zu kön­nen und nicht zuletzt vor allem auch gemein­sam die sich dar­aus erge­ben­den Chancen wahrzunehmen.

Die betei­lig­ten Kommunen wol­len die erfolg­reich gestar­tete inter­kom­mu­nale Kooperation – über Regierungsbezirksgrenzen hin­weg – ver­ste­ti­gen und ver­tie­fen. In einem gemein­sa­men Schreiben legen die Bürgermeister nun der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung” (kurz: Kohlekommission), das Handlungskonzept vor.

Wir benö­ti­gen per­so­nelle und finan­zi­elle Ressourcen, um Konzepte wei­ter zu ent­wi­ckeln und Projektideen zur Umsetzungsreife zu brin­gen. So kön­nen z.B. Experimentierräume für wis­sens­ori­en­tierte Dienstleistungen und tech­no­lo­gie­ba­sierte Produkte mit Schnittstellen zu Universitäten und Fachhochschulen geschaf­fen, inno­va­tive Wege bei der Bereitstellung von Siedlungsflächen für neue Wohnformen beschrit­ten wer­den, die z.B. auf inter­agie­ren­den Konzepten von Urbanität und dörf­li­cher Gemeinschaft fußen kön­nen. Dazu gehö­ren auch neue Verkehrsinfrastrukturen und Mobilitätskonzepte für die Anbindung an die umlie­gen­den Oberzentren.” ‚heißt es in dem Anschreiben.

Und die Bürgermeister sind sich einig: „Der prä­ven­tive Strukturwandel muss jetzt ange­gan­gen wer­den, dazu wol­len wir auch mit der Wirtschaft vor Ort im Dialog bleiben.”

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