Meerbusch: „Centspende” der Stadtverwaltung hilft Kindern im Lebensalltag

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – Die so genannte „Centspende” der Stadtverwaltung geht in die­sem Jahr an die Bürgerstiftung „Wir für Meerbusch”. 

Der stell­ver­tre­tende Personalratsvorsitzende Michael Marschall über­gab jetzt exakt 1.346 Euro und 26 Cent an die Geschäftsführerin der Bürgerstiftung, Bettina Scholten. Das Geld kommt dem Projekt „Teilhabe in Meerbusch”, kurz TIM, zugute, das die Bürgerstiftung im Jahr 2015 auf Anregung des Jugendamtes der Stadt ins Leben geru­fen hat. Seitdem gilt die Initiative als wich­ti­ger Baustein für die Gesamtstrategie der Stadt gegen Kinderarmut in Meerbusch. 

Von den Fördergeldern, die die Bürgerstiftung aus ihrem TIM-​Topf aus­zahlt, pro­fi­tie­ren Meerbuscher Kinder aus Familien mit nied­ri­gem Einkommen. Geholfen wird bei Anliegen, die durch die gesetz­li­chen Zuwendungsleistungen nicht abge­deckt sind. „Wer glaubt, dass es sol­che Fälle in einer wohl­ha­ben­den Stadt wie Meerbusch nicht gibt, liegt falsch”, so Bettina Scholten. Im Gegenteil: „Soziales Ungleichgewicht trifft Kinder ins­be­son­dere dann hart, wenn sie mit Gleichaltrigen aus bes­ser gestell­ten Familien ihre Freizeit ver­brin­gen und irgendwo auch ”mit­hal­ten” wol­len.” Die Bürgerstiftung hilft des­halb bewusst sehr lebens­nah: Ein Zuschuss zum „Schokoticket” für Bus und Bahn, zum Kauf eines Fahrrades, zum Musikschulgeld, zum Mitgliedsbeitrag für den Sportverein oder für ein Kleid zum Schulabschlussball – Möglichkeiten, Familien prak­tisch zu hel­fen, gebe es viele, so Scholten. Bis zu 250 Euro pro Kind kön­nen Eltern pro Jahr bean­tra­gen. Ausgezahlt wird aber nicht pau­schal, über die Verwendung des Geldes müs­sen Belege bei­gebracht werden.

Rund 30.000 Euro – alle­samt aus Spenden – hat die Bürgerstiftung seit 2015 schon für das TIM-​Projekt aus­ge­zahlt. Die Vergabekriterien hat die Stiftung auf ihrer Internetseite www​.wir​-fuer​-meer​busch​.de hin­ter­legt. „Über wei­tere Spenden für TIM freuen wir uns natür­lich jeder­zeit, denn ohne geht es nicht”, sagt Bettina Scholten. 

In der Stadtverwaltung stieß die Initiative der Bürgerstiftung sofort auf offene Ohren: Seit 1988 spen­den über 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jeden Monat von ihrem Gehalt die Centbeträge hin­ter dem Komma für einen sozia­len Zweck, den der Personalrat aus­wählt. In den ver­gan­ge­nen Jahren ging das Geld unter ande­ren an die Hospizbewegung Meerbusch, an das AWO-​Mütterzentrum in Büderich, an das Blindenzentrum in Strümp oder an die Meerbuscher Ortsgruppe der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG). „Wir sind stolz auf unsere Kolleginnen und Kollegen”, sagt Michael Marschall. „Dieser kleine Verzicht tut dem Einzelnen nicht weh, kann aber ver­eint mit vie­len nütz­li­che Hilfe leisten.”

Der stell­ver­tre­tende Personalratsvorsitzende Michael Marschall über­reichte Bettina Scholten, Geschäftsführerin der Bürgerstiftung „Wir für Meerbusch”, das sym­bo­li­sche Centstück. Foto: Stadt
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