Blauzungenkrankheit: Rhein-​Kreis Neuss ist Sperrgebiet

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Zum Schutz gegen die Ausbreitung der Blauzungenkrankheit bei Rindern, Schafen und Ziegen wird der Rhein-​Kreis Neuss zum Sperrgebiet erklärt, so eine ent­spre­chende Allgemeinverfügung der Kreisveterinärbehörde. 

Hintergrund ist, dass die Blauzungenkrankheit in einem Betrieb im Landkreis Bad Kreuznach fest­ge­stellt wor­den war. Es wurde eine 150-​Kilometer-​Restriktionszone um die­sen Betrieb ein­ge­rich­tet, und der Rhein-​Kreis Neuss befin­det sich darin.

Für die Halter von Rindern, Schafen, Ziegen oder sons­ti­gen Wiederkäuern bedeu­tet dies, dass sie ihren Tierbestand, falls noch nicht gesche­hen, beim Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Rhein-​Kreises Neuss anmel­den müs­sen. Ebenso ist die Veterinärbehörde über Anzeichen einer Infektion bei einem oder meh­re­ren Tieren unver­züg­lich in Kenntnis zu set­zen. Darüber hin­aus dür­fen Rinder, Schafe und Ziegen nur inner­halb der Kontrollzone trans­por­tiert wer­den. Nur in Ausnahmefällen und mit Auflagen dür­fen Tiere das Sperrgebiet verlassen.

Das Kreisveterinäramt weist zugleich dar­auf hin, dass die Krankheit aus­schließ­lich Wiederkäuer betrifft und für Menschen nicht gefähr­lich ist. Fleisch und Milchprodukte kön­nen ohne Bedenken ver­zehrt werden.

Übertragen wird die Blauzungenkrankheit durch Stechmücken und nicht von Tier zu Tier. „Den ein­zi­gen wirk­sa­men Schutz“, erläu­tert Kreisveterinär Dr. Frank Schäfer, „stellt die Impfung der Tiere dar, die nur von Tierärzten durch­ge­führt wer­den darf und die sich der Tierhalter vom Kreisveterinäramt geneh­mi­gen las­sen muss.“ Mit einer wei­te­ren Allgemeinverfügung werde daher eine gene­relle Impfgenehmigung für alle Halter von Wiederkäuern im Kreis erteilt.

Wer Fragen oder Anliegen im Zusammenhang mit der Blauzungenkrankheit hat, kann sich unter der Rufnummer 02181/​601‑3900 an das Kreisveterinäramt wenden.

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