Kaarst: Aus aktu­el­lem Anlass warnt die Polizei vor Betrügern und der „Enkeltrickmasche”

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss (ots) Ein älte­rer Herr aus Kaarst fiel am Dienstag (22.01.) dem soge­nann­ten „Enkeltrick” zum Opfer. Am Vormittag mel­dete sich eine Anruferin bei dem Senior. 

Der Unbekannten gelang es, ihn davon zu über­zeu­gen, eine nahe Verwandte zu sein. Sie schil­derte, dass sie ein ver­lo­cken­des Immobilienangebot bekom­men habe und kurz­fris­tig Bargeld für die Abwicklung des Kaufvertrages benö­tige. Zwecks Regulierung der Angelegenheit halte sie sich momen­tan in Düsseldorf in einem Geldinstitut auf.

Die Ausführungen klan­gen für den Angerufenen glaub­haft, so dass er, zwi­schen 16:00 Uhr und 16:30 Uhr, zu einem Treffen mit einem ver­meint­li­chen Mitarbeiter des angeb­li­chen Geldinstitutes im Bereich der Erftstraße auf­brach. Dort über­gab das Betrugsopfer dem Kurier das Bargeld in einem Umschlag, der sich in einer Supermarkt-​Plastiktüte befand. Anschließend ver­schwand der Unbekannte.

Als der Betrogene mit den rich­ti­gen Verwandten Kontakt auf­nahm, stellte sich her­aus, dass offen­bar unbe­kannte Täter erfolg­reich den „Enkeltrick” ange­wen­det hat­ten. Die Beute bestand aus meh­re­ren tau­send Euro. Inzwischen ermit­telt die Kriminalpolizei. Vom unbe­kann­ten Geldabholer, der Deutsch sprach, liegt fol­gende Personenbeschreibung vor:

Er war circa 30 Jahre alt, unge­fähr 170 Zentimeter groß, von kräf­ti­ger Statur und hatte ein run­des Gesicht. Er trug eine dunkle Jacke, eine dun­kel­blaue Jeans sowie eine Wollmütze, unter der kurze blonde Haare zu erken­nen waren.

Personen, die im Verlaufe des Dienstagsnachmittag (22.01.) ver­däch­tige Beobachtungen im Bereich der Erftstraße gemacht haben, wer­den gebe­ten, sich mit der Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 02131–3000 in Verbindung zu setzen.

Die Polizei nimmt den Vorfall noch­mals zum Anlass, deut­lich dar­auf hin­zu­wei­sen, sich nie­mals auf eine Geldübergabe an fremde Personen ein­zu­las­sen. Rufen Sie den ver­meint­li­chen Verwandten unter einer Ihnen bereits bekann­ten Nummer zurück und fra­gen Sie nach, ob die­ser tat­säch­lich bei Ihnen ange­ru­fen hat. Schnell wird sich klä­ren, ob Betrüger ver­sucht haben, an ihr Geld zu kom­men. Erfahrungsgemäß hal­ten sich Gruppen die­ser Betrüger für einen län­ge­ren Zeitraum in einem bestimm­ten Gebiet auf. Daher ist nicht aus­zu­schlie­ßen, dass es in den nächs­ten Tagen zu wei­te­ren Betrugsversuchen kommt.

Bei Anrufen die­ser Art han­delt es sich um den soge­nann­ten „Enkeltrick”, bei dem die Gutgläubigkeit und Hilfsbereitschaft zumeist älte­rer Menschen aus­ge­nutzt wird. Derartige Vorkommnisse soll­ten unver­züg­lich der Polizei gemel­det wer­den. Angehörige von älte­ren Menschen soll­ten mit den Seniorinnen und Senioren über die Masche der Betrüger sprechen.

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