Klartext​.NRW: Ausschreibung: Neues Förderprogramm stärkt kul­tu­relle Infrastruktur im länd­li­chen Raum

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Klartext​.NRW – Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft teilt mit: Das Förderprogramm „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im länd­li­chen Raum“ unter­stützt die Entwicklung und Umsetzung neuer Konzepte für die kul­tu­relle Infrastruktur in länd­li­chen Regionen. 

Durch einen offe­nen, fle­xi­blen Ansatz sowie die Verknüpfung mit einem Beratungsangebot für die Projektträger sol­len inno­va­tive wie expe­ri­men­telle Vorhaben initi­iert wer­den. Ziel ist die Entwicklung von neuen, bezie­hungs­weise die Weiterentwicklung von bereits bestehen­den Dritten Orten: Kultur- und Bildungsangebote sol­len durch Öffnung, Vernetzung und Bündelung zu regio­na­len Ankerpunkten wer­den. Auf diese Weise sichern und erwei­tern die Dritten Orte die kul­tu­relle Infrastruktur im länd­li­chen Raum und schaf­fen gleich­zei­tig neue Möglichkeiten für Begegnung und gesell­schaft­li­chen Zusammenhalt. In der ers­ten von zwei Förderphasen des Programms ste­hen ins­ge­samt 750.000 Euro für die Konzeptentwicklung zur Verfügung.
 
„Es wird bewusst ein Fokus auf den länd­li­chen Raum gelegt“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft, Klaus Kaiser. „Hier gibt es zahl­rei­che kul­tu­relle Initiativen, die wir durch das Programm sicht­bar machen und wei­ter­ent­wi­ckeln wol­len. Entscheidender Punkt der Dritten Orte ist die kluge Vernetzung der Einrichtungen, denn dank der Synergien kann das Potential der Kultur in den Regionen noch bes­ser genutzt werden.“
 
In den 1980er Jahren vom ame­ri­ka­ni­schen Soziologen Ray Oldenburg geprägt, beschreibt der Begriff des Dritten Ortes öffent­li­che Orte für Begegnung und Austausch in Abgrenzung zum Ersten Ort, dem Zuhause, und dem Zweiten Ort, der Arbeit. Im Rahmen des neuen Förderprogramms zeich­net sich eine Kultureinrichtung als Dritter Ort durch die Erfüllung wei­te­rer Merkmale aus, dazu gehört vor allem der nied­rig­schwel­lige Zugang, eine ein­la­dende Atmosphäre, die Bündelung ver­schie­de­ner Nutzungen sowie die Entwicklung ent­lang eines par­ti­zi­pa­ti­ven Prozesses.
 
Das neue Förderprogramm hat eine Laufzeit von 2019–2023 und för­dert kul­tu­relle Einrichtungen in kom­mu­na­ler oder freier Trägerschaft. Voraussetzung ist die Kooperation mit wei­te­ren Einrichtungen, Vereinen oder Initiativen, um gemein­sam die Entwicklung bezie­hungs­weise Weiterentwicklung eines Dritten Ortes für die Region vor­an­zu­brin­gen. Das Programm ist auf­ge­teilt in zwei Förderphasen:

Förderphase 1: Entwicklung von Konzepten für die (Weiter-)Entwicklung einer Kultureinrichtung zu einem Dritten Ort (Laufzeit 10/2019–09/2020)

Förderphase 2: Umsetzung von Konzepten Dritter Orte (Laufzeit 02/2021–12/2023)

Die nun ver­öf­fent­lichte Ausschreibung bezieht sich auf die Förderphase 1. Die Bewerbungsphase endet am 30. April 2019. Die Förderphase 2 wird im wei­te­ren Verlauf geson­dert aus­ge­schrie­ben. Eine Fachjury ent­schei­det über die Förderungen.
 
Alle Informationen und Bewerbungsvoraussetzungen zum Förderprogramm „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im länd­li­chen Raum“ fin­den Sie auch unter www​.dritte​orte​.nrw.

Im Rhein-​Kreis Neuss:

  • Dormagen: Broich, Gohr und Straberg
  • Grevenbroich: Elfgen, Neurath, Allrath, Barrenstein, Hemmerden, Neukirchen und Wevelinghoven
  • Jüchen: alle
  • Korschenbroich: alle
  • Neuss: Hoisten, Grefrath, Holzheim und Rosellen
  • Rommerskirchen: alle
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