Rhein‐​Kreis Neuss: Neue Verbindungen: Kreistag gibt grü­nes Licht für Nahverkehrsplan

Rhein-Kreis Neuss – Der Kreistag hat sich einstimmig für die Fortschreibung des Nahverkehrsplans ausgesprochen. Vorangegangen waren intensive Abstimmungen mit den Städten und Gemeinden.

Bevölkerung, Verkehrsunternehmen, Zweckverbände oder Behindertenorganisationen hatten außerdem die Chance, sich zu äußern. Mit dem Maßnahmenpaket sollen sowohl die Bus- und Bahn-Linien an Rhein, Erft und Gillbach als auch die Verbindungen in die Nachbarstädte verbessert werden. Die Politiker unter Vorsitz von Landrat Hans-Jürgen Petrauscke beschlossen, das Thema „Schienen-Personennahverkehr“ in der Kreisausschuss-Sitzung im Februar umfassend zu diskutieren.
 
Laut Nahverkehrsplan ist unter anderem mittelfristig eine neue Stadtbahn-Verbindung zwischen Neuss und Düsseldorf vorgesehen. Um die Erreichbarkeit der Neusser City und des Hauptbahnhofs aus der Region und die Erschließung des Entwicklungsgebiets entlang des Hafenbeckens I zu verbessern, ist an die Verlängerung zurzeit am Landestheater endender Regionalbus-Linien gedacht. Zur Anbindung des Neusser Südens an den Düsseldorfer Süden soll in Abstimmung mit der Landeshauptstadt geprüft werden, ob eine Schnellbus-Linie von der Universität über Allerheiligen, Rosellen und Weckhoven bis nach Reuschenberg sinnvoll ist.
 
Grevenbroich beabsichtigt die Verbesserung der Verbindung zwischen Wevelinghoven und Neuss an Sonntagen, Korschenbroich will eine Verbindung zwischen dem Gewerbegebiet „Glehner Heide“ und dem Kleinenbroicher Bahnhof schaffen. Mittel- bis langfristig plant die Stadt Kaarst eine zusätzliche Bus-Linie, die Büttgen über das neue Gewerbegebiet „Kaarster Kreuz“ an die Stadtmitte anschließt. Die Gemeinde Jüchen beabsichtigt, ein Bushaltestellen-Konzept zur Schaffung der Barrierefreiheit aufzustellen.
 
Eine neue Schnellbus-Linie zwischen Tönisvorst, Willich und Haus Meer im 60-Minuten-Takt ist in der Stadt Meerbusch gewünscht. Außerdem soll eine Direktverbindung zwischen Osterath und Büderich geprüft werden. Die Gemeinde Rommerskirchen schließlich plant ein sogenanntes Ortsbus-System. Vor einer verbindlichen Entscheidung sind aber noch weitere Untersuchungen erforderlich.
 
Der Nahverkehrsplan soll dazu beitragen, das Niveau des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) im Rhein-Kreis Neuss zu halten und auszubauen. Gleichzeitig integriert und harmonisiert er die unterschiedlichen Projekte von Kreis, Städten und Gemeinden zum Wohl eines lückenlosen Angebots. Ein weiterer Zweck des Nahverkehrsplans ist es, Qualitätsziele für den ÖPNV festzulegen.

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