Rhein-​Kreis Neuss: Neue Verbindungen: Kreistag gibt grü­nes Licht für Nahverkehrsplan

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Der Kreistag hat sich ein­stim­mig für die Fortschreibung des Nahverkehrsplans aus­ge­spro­chen. Vorangegangen waren inten­sive Abstimmungen mit den Städten und Gemeinden. 

Bevölkerung, Verkehrsunternehmen, Zweckverbände oder Behindertenorganisationen hat­ten außer­dem die Chance, sich zu äußern. Mit dem Maßnahmenpaket sol­len sowohl die Bus- und Bahn-​Linien an Rhein, Erft und Gillbach als auch die Verbindungen in die Nachbarstädte ver­bes­sert wer­den. Die Politiker unter Vorsitz von Landrat Hans-​Jürgen Petrauscke beschlos­sen, das Thema „Schienen-​Personennahverkehr“ in der Kreisausschuss-​Sitzung im Februar umfas­send zu diskutieren.
 
Laut Nahverkehrsplan ist unter ande­rem mit­tel­fris­tig eine neue Stadtbahn-​Verbindung zwi­schen Neuss und Düsseldorf vor­ge­se­hen. Um die Erreichbarkeit der Neusser City und des Hauptbahnhofs aus der Region und die Erschließung des Entwicklungsgebiets ent­lang des Hafenbeckens I zu ver­bes­sern, ist an die Verlängerung zur­zeit am Landestheater enden­der Regionalbus-​Linien gedacht. Zur Anbindung des Neusser Südens an den Düsseldorfer Süden soll in Abstimmung mit der Landeshauptstadt geprüft wer­den, ob eine Schnellbus-​Linie von der Universität über Allerheiligen, Rosellen und Weckhoven bis nach Reuschenberg sinn­voll ist.
 
Grevenbroich beab­sich­tigt die Verbesserung der Verbindung zwi­schen Wevelinghoven und Neuss an Sonntagen, Korschenbroich will eine Verbindung zwi­schen dem Gewerbegebiet „Glehner Heide“ und dem Kleinenbroicher Bahnhof schaf­fen. Mittel- bis lang­fris­tig plant die Stadt Kaarst eine zusätz­li­che Bus-​Linie, die Büttgen über das neue Gewerbegebiet „Kaarster Kreuz“ an die Stadtmitte anschließt. Die Gemeinde Jüchen beab­sich­tigt, ein Bushaltestellen-​Konzept zur Schaffung der Barrierefreiheit aufzustellen.
 
Eine neue Schnellbus-​Linie zwi­schen Tönisvorst, Willich und Haus Meer im 60-​Minuten-​Takt ist in der Stadt Meerbusch gewünscht. Außerdem soll eine Direktverbindung zwi­schen Osterath und Büderich geprüft wer­den. Die Gemeinde Rommerskirchen schließ­lich plant ein soge­nann­tes Ortsbus-​System. Vor einer ver­bind­li­chen Entscheidung sind aber noch wei­tere Untersuchungen erforderlich.
 
Der Nahverkehrsplan soll dazu bei­tra­gen, das Niveau des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) im Rhein-​Kreis Neuss zu hal­ten und aus­zu­bauen. Gleichzeitig inte­griert und har­mo­ni­siert er die unter­schied­li­chen Projekte von Kreis, Städten und Gemeinden zum Wohl eines lücken­lo­sen Angebots. Ein wei­te­rer Zweck des Nahverkehrsplans ist es, Qualitätsziele für den ÖPNV festzulegen.

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