A46-​Rheinbrücke bei Flehe: Sanierungskonzept steht – Dauer vor­aus­sicht­lich fünf Jahre

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Das Sanierungskonzept für die A46-​Rheinbrücke Flehe in Düsseldorf liegt vor. Es wurde von einem Expertengremium im Auftrag des Landesbetriebs Straßenbau NRW erarbeitet. 

Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten soll die Brücke wie­der ohne Beschränkungen sechs­spu­rig befahr­bar sein. Die Sanierung der A46-​Rheinbrücke wird vor­aus­sicht­lich fünf Jahre dau­ern. In den nächs­ten Tagen wer­den die ers­ten Ausschreibungen für die Sanierungsarbeiten veröffentlicht.

Während der Sanierungsarbeiten wird der Verkehr wie bis­her auf vier Fahrstreifen wei­ter­lau­fen, immer zwei je Fahrtrichtung. Sofern Vollsperrungen not­wen­dig wer­den, erfol­gen diese mög­lichst in ver­kehrs­ar­men Zeiten. Noch offen ist, ob und in wel­chem Umfang der geneh­mi­gungs­pflich­tige Schwerverkehr von mehr als 40 Tonnen wäh­rend der Sanierungsphase zuge­las­sen wer­den kann. Fahrzeuge bis 40 Tonnen (im kom­bi­nier­ten Verkehr bis 44 t) kön­nen die Brücke wei­ter­hin ohne Einschränkungen nutzen.

Bei den regel­mä­ßi­gen Brückenüberprüfungen von Straßen.NRW waren im Frühjahr Risse in den Querträgern und Querstreben der Stahlkonstruktion ent­deckt wor­den. Aus die­sem Grund wur­den die wei­te­ren Untersuchungen inten­si­viert und deut­lich erwei­tert. Während der Sanierung wird die Brücke stän­dig wei­ter beob­ach­tet. Mindestens drei Messstellen sol­len die Beanspruchung regel­mä­ßig überwachen.

Die Schäden sind vor allem auf die hohe Verkehrsbelastung und den deut­lich gestie­ge­nen Lkw-​Verkehr zurück­zu­füh­ren. Die Brücke, die 1979 für den Verkehr auf sechs Spuren frei­ge­ge­ben wurde, war für das hohe Verkehrsaufkommen heute nicht konstruiert.

Hintergrund:

Die Fleher Brücke wurde in den 70er-​Jahren gebaut. Bei der letz­ten Zählung vor drei Jahren fuh­ren im Schnitt täg­lich 85.000 Fahrzeuge über die Brücke, 11.500 davon waren LKW. Wegen der Sperrung der Rheinbrücke Leverkusen für Fahrzeuge, die schwe­rer als 3,5 Tonnen sind, ist davon aus­zu­ge­hen, dass im Rahmen der Umleitung heute noch mehr LKW die Düsseldorfer Brücke passieren.

Die aktu­el­len Untersuchungsergebnisse kom­men zu dem Schluss, dass ledig­lich ein Viertel der Stahlquerträger voll­kom­men scha­dens­frei sind. Die Querträger lie­gen im Abstand von 4,50 Metern. Bei den Materialproben wur­den so genannte Terrassenbrüche fest­ge­stellt. An den Tragseilen der Brücke wur­den keine Schäden fest­ge­stellt. Sie waren in der Vergangenheit bereits saniert worden.

Die bekann­ten Schäden müs­sen in einem ers­ten Schritt zumeist geschweißt wer­den, um spä­ter unter ande­rem mit zusätz­li­chen Blechen kon­struk­tiv ver­stärkt zu werden.

(907 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)

1 Kommentar

  1. DAs ist wie­der ein­mal ein Beweis für die mise­ra­ble Verkehrsplanung. Es dau­ert Jahre und Jahrzehnte, bis der Neubau der Leverkuseren Brücke geneh­migt und voll­zo­gen wird. Dann wer­den andere Brücken über­las­tet und geben auch ihren Geist auf. Das nennt man wohl Dpminoeffekt.
    Das Verkehrschaos belas­tet den Neusser Süden schon heute in einem uner­träg­li­chen Ausmaß. Die Politik plant jedoch zusätz­li­che Gewerbegebiete, anstatt sich um den Verkehr zu küm­mern. – ach sorry, mein Fehler, es gibt hier bei uns im Süden ja nur noch den ste­hen­den Verkehr.

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