Lehrermangel: VBE: Breiter Konsens für Lohngerechtigkeit

Klartext.NRW – Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW befragt aktuell Landtagsabgeordnete nach ihrer Meinung zur ungleichen Bezahlung der Lehrkräfte.

Im Landeshaushalt 2019 ist die Aufhebung der ungerechten Bezahlung der Lehrkräfte nicht vorgesehen. Aus Sicht des VBE ist die ungleiche Bezahlung nicht nur eine Gerechtigkeitsfrage, sondern auch Ursache des Lehrkräftemangels. „Der Personalmangel ist gerade an den Schulformen besonders gewaltig, an denen die Lehrkräfte spürbar weniger Geld erhalten. Es ist überfällig, eine Korrektur vorzunehmen.

Offenbar erkennen das auch die Abgeordneten der FDP, der SPD und der Grünen,  die – mehr oder weniger deutlich – feststellen, dass gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit eine klare Wertschätzung für die Arbeit der Lehrkräfte wäre. Die CDU kündigt zwar eine Modernisierung der Besoldung an, scheint sich aber unklar über die Ausgestaltung zu sein. Das ist irritierend, da die Aussage dazu vor der Wahl noch deutlich war“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE.

Die hauseigene Prognose des Schulministeriums NRW macht den Personalmangel besonders deutlich. Für die kommenden zehn Jahre wird ein Mangel von 15.000 Lehrkräften an den Grundschulen und in der Sekundarstufe I erwartet. „Die Lehrkräfte sind oft am Leistungslimit, denn sie fangen unter größter Anstrengung schon jetzt den eklatanten Personalmangel mühsam auf.

Nur mit ausreichend originär ausgebildetem Personal erhalten wir eine flächendeckende Unterrichtsversorgung und können etwa die Inklusion oder die Integration qualitativ angemessen umsetzen. Vom Land erwarten wir jetzt Lohngerechtigkeit und eine langfristige Personalplanung mit entsprechenden Ausbildungskapazitäten“, erklärt Behlau.

Weitere Infos/ Links hier

 

(75 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)