Rhein-​Kreis Neuss: NGG warnt vor Prellerei beim Weihnachtsgeld

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – In Hotels, Gaststätten und Bäckereien wird häu­fig das Weihnachtsgeld geprellt: Fast jeder zweite Beschäftigte aus die­sen Branchen wird im Rhein-​Kreis Neuss vom Chef um die Sonderzahlung gebracht. 

Davon geht die Gewerkschaft Nahrung-​Genuss-​Gaststätten (NGG) aus. Die Beschäftigten erhiel­ten das Extra-​Geld zu Weihnachten nur zu einem Teil oder gar nicht – und das, obwohl sie einen fes­ten Anspruch dar­auf haben.
 
Die NGG Krefeld-​Neuss spricht von „hart­nä­cki­gen Weihnachtsgeld-​Verweigerern“ im Bäckerhandwerk und im Hotel- und Gastgewerbe. In die­sen bei­den – und mit 9.200 Beschäftigten im Rhein-​Kreis Neuss auch wich­ti­gen – Branchen sei der „Weihnachtsgeld-​Geiz“ beson­ders groß. Die NGG rät des­halb zum Lohn-​Check: „Auf der Abrechnung für November muss das Weihnachtsgeld ste­hen. Denn die Zahlung ist für alle Gastronomen, Hoteliers und Bäckermeister im Rhein-​Kreis Neuss Pflicht“, so der Geschäftsführer der NGG Krefeld-​Neuss, Karim Peters. 
 
Bei einem Koch in Vollzeit etwa betrage das Weihnachtsgeld unmit­tel­bar nach der Ausbildung 982 Euro. Eine Bäckereifachverkäuferin in Vollzeit müsse nach einem Jahr im Betrieb 250 Euro bekom­men – nach 15 Jahren sind es 550 Euro. „Einen Anspruch haben auch Teilzeitbeschäftigte und Mini-​Jobber. Bei ihnen sind die Arbeitsstunden ent­schei­dend dafür, wie viel sie bekom­men“, so Peters.
 
Bäckerei‑, Gastro- und Hotel-​Beschäftigte, die Gewerkschaftsmitglieder sind, bekom­men Rat bei der NGG in Düsseldorf unter der Rufnummer: 0211 – 50 66 950. Bei Problemen rund um das Weihnachtsgeld setzt die Gewerkschaft Ansprüche gegen den Arbeitgeber durch – not­falls vor Gericht. 

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