Neuss: Bahn will Serviceschalter am Hauptbahnhof schlie­ßen – Geerlings wen­det sich an Bahnchef

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Neuss – Die Deutsche Bahn will den Serviceschalter im Neusser Bahnhof schlie­ßen. „Diese Entscheidung stellt für Neuss einen gro­ßen Verlust dar und stößt bei mir auf gro­ßes Unverständnis“, so der Neusser Landtagsabgeordnete Dr. Jörg Geerlings (CDU), der sich daher direkt an den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG, Herrn Dr. Richard Lutz, in der ver­gan­ge­nen Woche wandte.

Es sei nicht hin­nehm­bar, dass den Neusser Bahnkunden die Serviceangebote ent­zo­gen wer­den. Täglich bestehe gro­ßer Informationsbedarf am bestehen­den Schalter in der Bahnhofshalle. „Die Bahn hinkt ihrem Pünktlichkeitsziel immer noch deut­lich hin­ter­her, zahl­rei­che Verbindungen fal­len täg­lich aus. Daher sind die Reisenden dar­auf ange­wie­sen, am Bahnhof Informationen über alter­na­tive Reisezeiten und –rou­ten zu erhal­ten“, erläu­tert Geerlings seine Unzufriedenheit mit der Entscheidung der Deutschen Bahn.

Die Schließung des Serviceschalters ist ein völ­lig fal­sches Signal an die Bahnkunden. Ich for­dere die Deutsche Bahn auf, diese Entscheidung zurückzunehmen.“
 
Nicht alle Städte in unse­rer Region sind von einer Schließung ihres Reisecenters betrof­fen. Es erscheint daher bei­nahe will­kür­lich, dass aus­ge­rech­net der Neusser Hauptbahnhof hier­von betrof­fen ist, bei dem für jeden ersicht­lich wei­ter­hin gro­ßer Bedarf besteht.

(256 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)

2 Kommentare

  1. Hier fehlt denke ich die Information, dass die Entscheidung auf die Entscheidung des VRRs zurück­zu­füh­ren ist ab 2020 die Verkaufsrechte für Nahverkehrstickets der Deutschen Bahn zu ent­zie­hen und dies statt­des­sen durch Transdev durch­füh­ren zu las­sen. Die Schalter wer­den von Transdev über­nom­men, aber dort erhält man dann in Zukunft nur noch Nahverkehrstickets und keine Fernverkehrstickets. Meiner Meinung nach ist die­ser Schalter dann schon fast über­flüs­sig, wenn er nicht mehr von der DB betrie­ben wer­den kann/​darf/​wird. Auch Mönchengladbach, Dinslaken und Solingen sind betrof­fen. Ich kann auch nicht ver­ste­hen, wieso aus­ge­rech­net Transdev den Fahrkartenverkauf über­nimmt, eine Firma, die der­zeit ledig­lich 2 Linien betreibt im SPNV des VRRs und die betrof­fe­nen Bahnhöfe zum Teil gar nicht anfährt. Man braucht mei­ner Meinung nach zen­trale Anlaufstellen zu Informationen und Fahrkartenkauf und nicht, dass man sich zu Störungen auf Strecken im VRR bei 7 ver­schie­de­nen Verkehrsunternehmen infor­mie­ren muss.

  2. Das wun­dert mich nicht auch wenn die DB keine Monopolstellung mehr hat so kann sie sich alles erlau­ben. Und warum? Weil viele Menschen dar­auf ange­wie­sen sind. Ich arbeite seit 2 Jahren am Bahnhof und kriege täg­lich die Frechheiten der Bahn mit. Ich Frage mich ernst­haft wie dreist man sein kann dann auch noch per­ma­nent die Preise zu erhö­hen. Pendler die teil­weise für Hin und Rückfahrt jeweils fast 2 Std.brauchen sind auf die engen Verbindungen angewiesen.und so oft erlebe ich wie ver­zwei­felt sie sind. Ich spre­che hier von den­je­ni­gen die soweit fah­ren und für den Mindestlohn arbei­ten um nicht ganz in Armut abzurutschen.Denn das Jobcenter erwar­tet ja bis zu 60 km Anfahrtsweg als gesetz­li­che Obergrenze. Die Zeit ist denen egal. Und dann noch etwas Herr Dr. Geerling...Sie wis­sen es wahr­schein­lich nicht aber wieso gibt es Hauptbahnhof nur Die DB beim Bäcker? Wenn der zumacht dann ste­hen viele Frauen ver­zwei­felt da. Männer gehen ja....Sie wis­sen schon. Eine Schande...

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