Neuss: Bahn will Serviceschalter am Hauptbahnhof schlie­ßen – Geerlings wen­det sich an Bahnchef

Neuss – Die Deutsche Bahn will den Serviceschalter im Neusser Bahnhof schließen. „Diese Entscheidung stellt für Neuss einen großen Verlust dar und stößt bei mir auf großes Unverständnis“, so der Neusser Landtagsabgeordnete Dr. Jörg Geerlings (CDU), der sich daher direkt an den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG, Herrn Dr. Richard Lutz, in der vergangenen Woche wandte.

Es sei nicht hinnehmbar, dass den Neusser Bahnkunden die Serviceangebote entzogen werden. Täglich bestehe großer Informationsbedarf am bestehenden Schalter in der Bahnhofshalle. „Die Bahn hinkt ihrem Pünktlichkeitsziel immer noch deutlich hinterher, zahlreiche Verbindungen fallen täglich aus. Daher sind die Reisenden darauf angewiesen, am Bahnhof Informationen über alternative Reisezeiten und –routen zu erhalten“, erläutert Geerlings seine Unzufriedenheit mit der Entscheidung der Deutschen Bahn.

„Die Schließung des Serviceschalters ist ein völlig falsches Signal an die Bahnkunden. Ich fordere die Deutsche Bahn auf, diese Entscheidung zurückzunehmen.“
 
Nicht alle Städte in unserer Region sind von einer Schließung ihres Reisecenters betroffen. Es erscheint daher beinahe willkürlich, dass ausgerechnet der Neusser Hauptbahnhof hiervon betroffen ist, bei dem für jeden ersichtlich weiterhin großer Bedarf besteht.

(247 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)

2 Kommentare

  1. Hier fehlt denke ich die Information, dass die Entscheidung auf die Entscheidung des VRRs zurück­zu­füh­ren ist ab 2020 die Verkaufsrechte für Nahverkehrstickets der Deutschen Bahn zu ent­zie­hen und dies statt­des­sen durch Transdev durch­füh­ren zu las­sen. Die Schalter wer­den von Transdev über­nom­men, aber dort erhält man dann in Zukunft nur noch Nahverkehrstickets und keine Fernverkehrstickets. Meiner Meinung nach ist die­ser Schalter dann schon fast über­flüs­sig, wenn er nicht mehr von der DB betrie­ben wer­den kann/​darf/​wird. Auch Mönchengladbach, Dinslaken und Solingen sind betrof­fen. Ich kann auch nicht ver­ste­hen, wieso aus­ge­rech­net Transdev den Fahrkartenverkauf über­nimmt, eine Firma, die der­zeit ledig­lich 2 Linien betreibt im SPNV des VRRs und die betrof­fe­nen Bahnhöfe zum Teil gar nicht anfährt. Man braucht mei­ner Meinung nach zen­trale Anlaufstellen zu Informationen und Fahrkartenkauf und nicht, dass man sich zu Störungen auf Strecken im VRR bei 7 ver­schie­de­nen Verkehrsunternehmen infor­mie­ren muss.

  2. Das wun­dert mich nicht auch wenn die DB keine Monopolstellung mehr hat so kann sie sich alles erlau­ben. Und warum? Weil viele Menschen dar­auf ange­wie­sen sind. Ich arbeite seit 2 Jahren am Bahnhof und kriege täg­lich die Frechheiten der Bahn mit. Ich Frage mich ernst­haft wie dreist man sein kann dann auch noch per­ma­nent die Preise zu erhö­hen. Pendler die teil­weise für Hin und Rückfahrt jeweils fast 2 Std.brauchen sind auf die engen Verbindungen angewiesen.und so oft erlebe ich wie ver­zwei­felt sie sind. Ich spre­che hier von den­je­ni­gen die soweit fah­ren und für den Mindestlohn arbei­ten um nicht ganz in Armut abzurutschen.Denn das Jobcenter erwar­tet ja bis zu 60 km Anfahrtsweg als gesetz­li­che Obergrenze. Die Zeit ist denen egal. Und dann noch etwas Herr Dr. Geerling...Sie wis­sen es wahr­schein­lich nicht aber wieso gibt es Hauptbahnhof nur Die DB beim Bäcker? Wenn der zumacht dann ste­hen viele Frauen ver­zwei­felt da. Männer gehen ja....Sie wis­sen schon. Eine Schande...

Kommentare sind deaktiviert.