Rommerskirchen: Hoffnung für lärm­ge­plagte Anwohner – Schallschutzfenster wer­den nur teil­weise über­nom­men

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!
Wussten Sie das dafür ein hoher Zeitaufwand erforderlich ist? Auch die Aufwendungen für Reportagen und die Internetkosten sind nicht unerheblich.

Werbung ist die einzige Möglichkeit Kosten zu decken. Diese Art der Finanzierung macht jedoch abhängig. Aber Unabhängigkeit ist ein hohes Gut, welches ich unbedingt bewahren möchte und die "Werbebanner" sind unbeliebt.

Daher bitte ich meine zahlreichen Leser um Unterstützung. Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 5,- Euro monatlich einbringen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, der Fortbestand gesichert sowie Werbebanner reduziert werden.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber


Rommerskirchen-Eckum – Seit geraumer Zeit häufen sich im Rathaus die Klagen von Anwohnern an der Bahnstrecke Köln - Mönchengladbach im Bereich Eckum.

Nach einem Treffen von Bürgermeister Dr. Martin Mertens und Werner Lübberink, dem Konzernbevollmächtigtem der Deutschen Bahn AG für das Land Nordrhein-Westfalen, gibt es begründete Hoffnung auf Besserung. Werner Lübberink wurde begleitet von Oliver Faber, Projektleiter Lärmsanierung bei der DB Netz AG.

Dieser konnte die Ergebnisse des Schalltechnischen Gutachtens für die Strecke im Bereich der Gemeinde Rommerskirchen vorstellen. Das Gutachten wurde im Rahmen des freiwilligen Lärmsanierungsprogramms des Bundes durch ein unabhängiges Ingenieur-Büro erstellt. Dem Lärmsanierungsprogramm liegen Regelungen und Richtlinien des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur zugrunde, die bei der Umsetzung möglicher Schallschutzmaßnahmen von der DB AG zwingend anzuwenden sind.

In dem Gutachten werden für den Bereich Rommerskirchen passive Lärmsanierungsmaßnahmen für die betroffenen Wohnhäuser vorgeschlagen. Die baulichen Sanierungskosten, für z. B. Schallschutzfenster, werden dabei zu 75 Prozent vom Bund übernommen, einen Eigenanteil von 25 Prozent muss der betroffene Eigentümer übernehmen. Die bauliche Umsetzung der Maßnahmen könnte nach aktuellem Planungsstand frühestens ab 2020 erfolgen.

Um den Prozess mit den Anwohnern in Gang zu setzen, wird das beauftragte Ingenieurbüro rechtzeitig Kontakt mit den Eigentümern aufnehmen. Die von einigen Anwohnern favorisierte Schallschutzwand ist gemäß den Richtlinien des Lärmsanierungsprogramms nicht förderfähig, erläuterten Werner Lübberink und Oliver Faber.

Gründe dafür sind die relativ geringe Anzahl an förderfähigen Wohnungen und die relativ niedrige akustische Wirkung einer Schallschutzwand in diesem Bereich im Verhältnis zu den Baukosten einer Schallschutzwand. Lübberink zeigte sich zuversichtlich, dass, die passive Lärmsanierung der betroffenen Häuser parallel zur Erneuerung der Gillbachbrücke durchgeführt werden könnte.

(93 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)