Neuss: Johanniter emp­feh­len Grippeschutzimpfung – Tipps zur Vorsorge

Neuss – Die neue Grippesaison lässt nicht mehr lange auf sich warten. „Hier sind nicht die häufigen, aber harmlosen grippalen Infekte gemeint, sondern die echte Grippe, Influenza.

Symptome können plötzlich auftretendes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Reizhusten und Erschöpfung sein. Sie kann schwerste, manchmal lebensgefährliche Verläufe nehmen“, erklärt Dr. Jan Blazejak, Regionalarzt der Johanniter-Unfall-Hilfe im Regionalverband Niederrhein. Die Johanniter empfehlen deshalb, sich rechtzeitig impfen zu lassen. Etwa zwei Wochen nach der Impfung hat sich der vollständige Schutz gegen die Grippeviren aufgebaut.

„Besonders ältere Menschen über 60, Schwangere, Menschen mit chronischen Erkrankungen und solche mit einer Abwehrschwäche sollten sich impfen lassen“, rät Dr. Blazejak. Empfehlenswert sei eine jährliche Grippe-Schutzimpfung zudem für alle, die im medizinischen Bereich tätig sind. Auch wer nicht zu diesen Risikogruppen gehört, aber mit vielen Menschen Kontakt hat – sei es im Job oder bei der täglichen Fahrt mit Bus oder Bahn – sollte sich durch seinen Hausarzt zu einer Grippeschutzimpfung beraten lassen. Die Kosten der Impfung übernimmt in der Regel die Krankenkasse. Auch für Kinder mit chronischen Erkrankungen, besonders der Atemwege und des Immunsystems, kann der Grippeschutz sehr wichtig sein. Hier berät der behandelnde Kinderarzt.
 
Die Johanniter geben fünf Tipps, wie Viren im Vorfeld ausgebremst werden können:

  • Waschen Sie sich regelmäßig gründlich die Hände, vor dem Essen und nach dem Toilettengang
  • Trinken Sie viel, damit die Schleimhäute möglichst feucht gehalten werden
  • Versuchen Sie, vermehrt Obst und Gemüse in den Speiseplan zu integrieren. Die Vitamine schützen den Körper im Kampf gegen die Viren
  • Vermeiden Sie, die Hände mit Mund, Nase oder Augen in Kontakt zu bringen
  • Achten Sie darauf, regelmäßig zu lüften. Die Virenkonzentration in der Luft sinkt dadurch ab

Der saisonale Grippe-Impfstoff ist in der Regel gut verträglich. In Folge der natürlichen Auseinandersetzung des Körpers mit dem Impfstoff kann es jedoch – wie bei anderen Impfungen auch – vorübergehend zu Lokalreaktionen wie leichten Schmerzen, Rötung und Schwellung an der Impfstelle kommen. Gelegentlich treten auch Symptome wie bei einer Erkältung auf. Meistens jedoch klingen diese Beschwerden innerhalb von 1-2 Tagen wieder ab.

Da die Zusammensetzung des Grippe-Impfstoffs jährlich an die Eigenschaften der zirkulierenden Grippeviren angepasst wird, empfehlen die Johanniter auch denen, die sich 2017 haben impfen lassen, den Schutz aufzufrischen.

(23 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)