Neuss: Erste Elternhaltestelle mit Erfolg gestartet

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – „Elterntaxis” vor Schulen – in vie­len Gebieten der Stadt Neuss führt dies zu Problemen, wenn Eltern mit ihren Fahrzeugen ihre Sprösslinge zur Schule brin­gen oder von dort abholen. 

Auf diese Weise ent­ste­hen im unmit­tel­ba­ren Schulbereich ver­meid­bare Gefahrensituationen – durch das ver­stärkte Verkehrsaufkommen und Sichtbehinderungen durch die Fahrzeuge. Schulkinder haben dadurch das Problem, nicht sicher auf dem Bürgersteig gehen oder gar die Fahrbahn über­que­ren zu können.

Schon seit Jahren nimmt des­halb die Selbstständigkeit und Mobilität von Kindern auf dem Schulweg nach­weis­lich ab. Aus Angst vor Unfällen fah­ren viele Eltern ihre Kinder direkt bis vor das Schultor, aber auch aus Gewohnheit oder Bequemlichkeit. So gefähr­den sie durch ver­bo­te­nes Halten und ris­kante Wendemanöver die Kinder, die zu Fuß unter­wegs sind.

Die Grundschule „Leoschule“ mit ihrer Leiterin Marion Amandi ver­sucht bereits seit Jahren, die­sem Problem Herr zu wer­den. Immer wie­der suchte sie das per­sön­li­che Gespräch mit Eltern oder ver­suchte durch Elternbriefe auf die Problematik hin­zu­wei­sen und für diese unnö­ti­gen Gefahren zu sen­si­bi­li­sie­ren. Jetzt hat sich Amandi in Abstimmung mit den Verkehrsexperten der Stadt Neuss auf neue Wege begeben:

Seit kur­zem sind auf dem Parkplatz des Nordparkbades zu den Bring- und Holzeiten eigens aus­ge­wie­sene Parkplätze für Eltern, auf denen die Kinder sicher ein- und aus­stei­gen kön­nen, ein­ge­rich­tet worden.

Von dort aus kön­nen die Schülerinnen und Schüler die letz­ten 100 Meter auf siche­ren und beleuch­te­ten Wegen zu Fuß zur Schule gehen. Diese „Elternhaltestelle“ ist die erste ihrer Art in Neuss und soll als Vorbild für wei­tere Einrichtungen die­ser Art die­nen, mit dem Ziel, unnö­ti­ges Verkehrsaufkommen vor Schulen zu vermeiden.

Kinder der Leoschule mit v.l. Marion Amandi (Schulleiterin),
Mike Schween (Verkehrssicherheitsberater), Hans-​Peter Clasen (Bezirksbeamter), Norbert Jurczyk (stellv. Leiter Amt für Verkehrsangelegenheiten). Foto: Stadt
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