Kreis-​Wohnraumförderung zieht Bilanz: 252 Millionen Euro seit 2008 für den Wohnungsbau bewilligt

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Mehr als 252 Millionen Euro Landesmittel zur Wohnraumförderung hat der Rhein-​Kreis Neuss seit 2008 bewil­ligt. Hiermit konnte die Errichtung von ins­ge­samt 2.316 Wohneinheiten im Kreisgebiet geför­dert werden. 

Diese posi­tive Bilanz zog Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke jetzt gemein­sam mit Kreis-​Baudezernent Karsten Mankowsky und Georg Tadtke, Leiter der Wohnraumförderung des Kreises.
 
„Das ist eine tolle Leistung unse­rer Wohnraumförderung. Im lan­des­wei­ten Vergleich lagen wir im ver­gan­ge­nen Jahr bei der Mietwohnraumförderung auf Platz 2 aller Kreise“, ord­net Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke die Ergebnisse ein. 2017 hat die Kreisverwaltung 27,865 Millionen Euro für den Bau von sozial geför­der­ten Mietwohnungen bewil­ligt. Lediglich der Rhein-​Sieg-​Kreis hat noch mehr Mittel abge­ru­fen. „Hiermit för­dern wir die Schaffung von preis­güns­ti­gem Wohnraum. Dieses Thema hat für den Kreis einen hohen Stellenwert“, so Petrauschke.
 
Seit dem Jahr 2016 ist das Fördervolumen deut­lich gestie­gen. 2018 wird der Rhein-​Kreis Neuss vor­aus­sicht­lich Fördermittel in Höhe von über 45 Millionen Euro bewil­li­gen. „Wir konn­ten in den ver­gan­ge­nen Jahren deut­lich mehr Mittel abru­fen, als uns zu Jahresbeginn zuge­teilt wur­den“, berich­tet Kreis-​Baudezernent Karsten Mankowsky. So kann 2018 ins­ge­samt die Rekordzahl von 336 Wohnungen geför­dert wer­den. „Wir muss­ten noch kei­nen Antrag wegen feh­len­den Mitteln abwei­sen. Es ste­hen aus­rei­chend Mittel für die Förderung von sozial geför­der­tem Wohnraum im Rhein-​Kreis Neuss zur Verfügung“, stellt Mankowsky heraus.
 
Georg Tadtke, Leiter der Wohnraumförderung des Kreises, erläu­tert, dass dabei mehr als drei Viertel der Förderung in Mietwohnungen geflos­sen ist. „In den letz­ten drei Jahren sind die Förderanträge für den Mietwohnungsbau und die Modernisierung von Wohnungen beson­ders stark gestie­gen. Hier machen sich auch die guten Förderbedingungen bemerk­bar“, berich­tet Tadtke.
 
Das Bauaufkommen reicht aber noch nicht aus, um den in der vom Kreis gemein­sam mit den Städten und Gemeinden erstell­ten Wohnungsbedarfsanalyse errech­ne­ten Bedarf zu decken. Demnach müs­sen bis 2030 jähr­lich 1.439 Wohneinheiten gebaut wer­den. 2017 wur­den im Rhein-​Kreis Neuss ledig­lich 1.116 Baufertigstellungen erfasst. Auch im öffent­lich geför­der­ten Segment ist die Bautätigkeit nicht aus­rei­chend. 234 neuen geför­der­ten Wohnungen steht hier ein jähr­li­cher Bedarf von jähr­lich 343 Wohnungen gegenüber.
 
Petrauschke und Mankowsky wer­ben daher dafür, die Bauintensität zu erhö­hen. „Der neue Regionalplan sieht umfang­rei­che Flächen für Wohnungsbau vor. Diese gilt es nun umzu­set­zen“, so die bei­den Kreisvertreter. 
 
Dabei sieht Landrat Petrauschke auch, dass die Akteure am Wohnungsbau zuneh­mend an ihre Kapazitätsgrenzen sto­ßen. „Wir prü­fen daher wei­ter die Notwendigkeit einer neuen öffent­li­chen Wohnungsbaugesellschaft. Dabei möch­ten wir mög­lichst auch die Städte und Gemeinden ein­bin­den“, erläu­tert Petrauschke den Sachstand. Der Kreisausschuss hat den Prüfauftrag im Sommer erteilt. „Im bes­ten Fall gelingt es, den Bedarf ohne eine Beteiligung der öffent­li­chen Hand an einer Gesellschaft zu decken. Gelingt dies nicht, ist die Kooperation mit einer bestehen­den Gesellschaft am ziel­füh­rends­ten, um die Wirtschaftlichkeit sicher­zu­stel­len“, erklärt Petrauschke.

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