Grevenbroich: Morgendliche Kontrolle vor Schulen als Erfolg bewer­tet

Grevenbroich – In den beiden ersten Wochen nach den Herbstferien wurde durch den städtischen Fachbereich Öffentliche Ordnung an insgesamt neun Schultagen eine "Flyeraktion" gegen das sog. „Elterntaxi“ als öffentlichkeitswirksame Maßnahme durchgeführt.

Die Aktion bezog sich auf die Grundschulen "Arche Noah" in GV-Noithausen, die Gebrüder-Grimm Schule in Wevelinghoven sowie die Erich-Kästner Grundschule in GV-Elsen inklusive der jeweils örtlich angegliederten Kindertagesstätten. Ziel und Zweck der Aktion war es die Verkehrsteilnehmer bzw. Eltern in Bezug auf die entstehenden Gefahrensituationen durch den Hol- und Bringservice zu sensibilisieren und alternative Parkmöglichkeiten in einem ca. 300 Meter Umkreis der Einrichtung aufzuzeigen.

Diese Informationen wurden in Form von Infoflyern an jeden Fahrzeugführer verteilt, der mit seinem Fahrzeug direkt bis "vor das Schultor" gefahren ist. Diejenigen, die mit ihrem Fahrzeug auch zusätzlich ordnungswidrig gehalten oder geparkt haben um Kinder aussteigen zu lassen, erhielten eine "gelbe Karte" als Hinweis. Dadurch sollte den betreffenden Verkehrsteilnehmern zunächst, ohne direkt kostenpflichtig verwarnt zu werden, ihr Fehlverhalten aufgezeigt werden.

Insgesamt wurden in dem Zeitraum 56 Infoflyer und 41 gelbe Karten an Verkehrsteilnehmer übergeben. Festzustellen war, dass die Zahl der so gegen Fehlverhalten ausgesprochenen Verwarnungen deutlich anstieg, als bei der Kontrolle in der zweiten Woche auf die Dienstkleidung verzichtet wurde und die Mitarbeiter somit nicht mehr direkt erkennbar waren.

Dies deutet darauf hin, dass vielen Fahrzeugführern ihr Fehlverhalten bewusst ist. Die Kollegen des Außendienstes zogen eine positive Bilanz und erhielten auch Zuspruch von Eltern, die diese Flyeraktion gut und sinnvoll fanden.

Nach Beendigung der Aktion werden ab sofort, mindestens zweimal wöchentlich die drei o.a. Grundschulen sowie auch andere Grundschulen im Stadtgebiet, durch den Außendienst in einem Wechselintervall kontrolliert und kostenpflichtige Verwarnungen erteilt. Dabei werden die Mitarbeiter wechselweise in Dienstkleidung oder in zivil auftreten, um eine nachhaltigere Wirkung zu erzielen.

Bürgermeister Klaus Krützen sieht es als notwendig an, morgens vor den Schulen verstärkt Präsenz zu zeigen. „Auch als ehemaliger Lehrer muss ich sagen: Das Verhalten einiger Eltern muss man als schwierig bezeichnen. Man sollte den Kindern mehr zutrauen. Es ist nicht notwendig, sie bis vor das Schultor zu fahren. Weniger Autos vor den Schulen bedeutet mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer dort“.

Erst kürzlich hat sich Bürgermeister Krützen die morgendliche Situation an der Viktoria-Schule in Frimmersdorf angesehen. Auch an der Grundschule in Gustorf war er schon persönlich vor Ort.

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