Grevenbroich: Morgendliche Kontrolle vor Schulen als Erfolg bewertet

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Robert Schilken, Herausgeber



Grevenbroich – In den bei­den ers­ten Wochen nach den Herbstferien wurde durch den städ­ti­schen Fachbereich Öffentliche Ordnung an ins­ge­samt neun Schultagen eine „Flyeraktion” gegen das sog. „Elterntaxi“ als öffent­lich­keits­wirk­same Maßnahme durchgeführt. 

Die Aktion bezog sich auf die Grundschulen „Arche Noah” in GV-​Noithausen, die Gebrüder-​Grimm Schule in Wevelinghoven sowie die Erich-​Kästner Grundschule in GV-​Elsen inklu­sive der jeweils ört­lich ange­glie­der­ten Kindertagesstätten. Ziel und Zweck der Aktion war es die Verkehrsteilnehmer bzw. Eltern in Bezug auf die ent­ste­hen­den Gefahrensituationen durch den Hol- und Bringservice zu sen­si­bi­li­sie­ren und alter­na­tive Parkmöglichkeiten in einem ca. 300 Meter Umkreis der Einrichtung aufzuzeigen.

Diese Informationen wur­den in Form von Infoflyern an jeden Fahrzeugführer ver­teilt, der mit sei­nem Fahrzeug direkt bis „vor das Schultor” gefah­ren ist. Diejenigen, die mit ihrem Fahrzeug auch zusätz­lich ord­nungs­wid­rig gehal­ten oder geparkt haben um Kinder aus­stei­gen zu las­sen, erhiel­ten eine „gelbe Karte” als Hinweis. Dadurch sollte den betref­fen­den Verkehrsteilnehmern zunächst, ohne direkt kos­ten­pflich­tig ver­warnt zu wer­den, ihr Fehlverhalten auf­ge­zeigt werden.

Insgesamt wur­den in dem Zeitraum 56 Infoflyer und 41 gelbe Karten an Verkehrsteilnehmer über­ge­ben. Festzustellen war, dass die Zahl der so gegen Fehlverhalten aus­ge­spro­che­nen Verwarnungen deut­lich anstieg, als bei der Kontrolle in der zwei­ten Woche auf die Dienstkleidung ver­zich­tet wurde und die Mitarbeiter somit nicht mehr direkt erkenn­bar waren.

Dies deu­tet dar­auf hin, dass vie­len Fahrzeugführern ihr Fehlverhalten bewusst ist. Die Kollegen des Außendienstes zogen eine posi­tive Bilanz und erhiel­ten auch Zuspruch von Eltern, die diese Flyeraktion gut und sinn­voll fanden.

Nach Beendigung der Aktion wer­den ab sofort, min­des­tens zwei­mal wöchent­lich die drei o.a. Grundschulen sowie auch andere Grundschulen im Stadtgebiet, durch den Außendienst in einem Wechselintervall kon­trol­liert und kos­ten­pflich­tige Verwarnungen erteilt. Dabei wer­den die Mitarbeiter wech­sel­weise in Dienstkleidung oder in zivil auf­tre­ten, um eine nach­hal­ti­gere Wirkung zu erzielen.

Bürgermeister Klaus Krützen sieht es als not­wen­dig an, mor­gens vor den Schulen ver­stärkt Präsenz zu zei­gen. „Auch als ehe­ma­li­ger Lehrer muss ich sagen: Das Verhalten eini­ger Eltern muss man als schwie­rig bezeich­nen. Man sollte den Kindern mehr zutrauen. Es ist nicht not­wen­dig, sie bis vor das Schultor zu fah­ren. Weniger Autos vor den Schulen bedeu­tet mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer dort“.

Erst kürz­lich hat sich Bürgermeister Krützen die mor­gend­li­che Situation an der Viktoria-​Schule in Frimmersdorf ange­se­hen. Auch an der Grundschule in Gustorf war er schon per­sön­lich vor Ort.

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