Strukturwandel-​Projekte des Kreises in Zwischenbericht der Kommission aufgenommen

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Die rich­ti­gen Themen zur Bewältigung des Strukturwandels berück­sich­tigt aus Sicht von Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke der jetzt ver­öf­fent­lichte Zwischenbericht der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung der Bundesregierung. 

Der Zwischenbericht greift alle Themen auf, für die der Rhein-​Kreis Neuss der Kommission Maßnahmen gemel­det hat“, freut sich Petrauschke, dass die von der Kreisverwaltung ent­wi­ckel­ten Projekte Berücksichtigung finden.
 
So soll der Rhein-​Kreis Neuss als Teil des Rheinischen Reviers zur Modellregion für den Ausbau des 5G-​Mobilfunknetzes ent­wi­ckelt wer­den. „Dies erhöht die Standortqualität für die Unternehmen und die Attraktivität für Neuansiedlungen“, begrüßt Petrauschke die Ankündigung. Auch die schnel­lere Umsetzung von Verkehrsinfrastrukturprojekten sowie die Einrichtung von Sonderfördertöpfen für die Kohleregionen wer­den als Maßnahmen zur Bewältigung des Strukturwandels genannt. 
 
Besonders freut den Landrat auch, dass das vom Kreis ein­ge­brachte Projekt zur Einrichtung eines „Campus Changeneering“ mit Schwerpunkten für Metall, Chemie und Gesundheit expli­zit als zu för­dernde Maßnahme emp­foh­len wird. „Dies wird uns dabei hel­fen, die indus­tri­el­len Schwerpunkte im Rhein-​Kreis Neuss zu hal­ten und hier auch wei­tere Unternehmen aus den Sektoren anzu­sie­deln“, so Petrauschke. 
 
In dem „Campus Changeneering“ sol­len neue Entwicklungen in den die Bereichen Metall, Chemie, Gesundheit, Wirtschaft und Wissenschaft vor­an­ge­trie­ben wer­den. Mit der Ansiedlung von Hochschul- und Forschungsinstituten soll zudem die Umschulung in der Energiewirtschaft nicht mehr benö­tig­ter Fachkräfte mit Anschlussperspektive ermög­licht wer­den. Bestandteile des „Campus Changeneering“ mit mög­li­chem Standort in Grevenbroich-​Neurath und/​oder Frimmersdorf sind auch die Zukunftsprojekte ALU VALLEY und Campus Medizintechnik und Gesundheitswirtschaft.
 
„Wir wer­den uns nun dafür ein­set­zen, dass die Projekte des Kreises in den Endbericht auf­ge­nom­men und schnellst­mög­lich umge­setzt wer­den“, beschreibt Petrauschke das wei­tere Vorgehen. „Bei noch nicht kon­kre­ti­sier­ten Themen wie dem beschleu­nig­ten Ausbau der Verkehrsinfrastruktur gilt es, die für den Rhein-​Kreis Neuss ange­mel­de­ten Maßnahmen zu berück­sich­ti­gen“, so der Landrat.

Hier setzt sich der Kreis für die vor­ran­gige und kurz­fris­tige Umsetzung von Maßnahmen wie dem Ausbau der A 61 im Bereich Mönchengladbach, der Ortsumgehung in Allrath und Sinsteden (B 59) und der Ortsumgehung Rommerskirchen/​Butzheim (B 477) ein. Im Schienenverkehr sind dies die Realisierung einer S‑Bahn-​Verbindung Mönchengladbach-​Jüchen-​Grevenbroich-​Rommerskirchen-​Köln, der zwei­glei­sige Ausbau der Strecke Kaldenkirchen-​Dülken und die Engpassbeseitigung Möchengladbach-Rheydt.

Uns eint das Ziel, den Klimaschutz vor­an­zu­brin­gen, dabei aber Strukturbrüche zu ver­mei­den und die ener­gie­in­ten­sive Industrie in der Region zu sichern“, so Landrat Petrauschke. Um dies zu errei­chen, seien gemein­same Anstrengungen aller Akteure not­wen­dig. Es müsse aber auch sicher­ge­stellt sein, dass Deutschland künf­tig ohne Abhängigkeit von Stromlieferungen aus dem Ausland jeder­zeit über preis­güns­tige Energie ver­fü­gen könne. „Atomstrom aus Frankreich, Kohlestrom aus Polen und Gas aus Russland dür­fen kein Ersatz für die Braunkohle sein. Vor dem Ausstieg muss es gelin­gen, Speichertechnologien zu ent­wi­ckeln und das Stromnetz aus­rei­chend aus­zu­bauen“, appel­liert Petrauschke an die Kommission.

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