Rhein-​Kreis Neuss: Berufsorientierung statt Fachkräftemangel: Unternehmen kön­nen online Praktikumsplätze anbieten

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Viele Unternehmen und Institutionen bekla­gen den ste­tig wach­sen­den Mangel an aus­ge­bil­de­ten Fachkräften, die für die Wirtschaft von höchs­ter Bedeutung sind, um wei­ter­hin wett­be­werbs­fä­hig zu bleiben. 

Um mehr Jugendliche nach ihrer Schullaufbahn direkt in eine Berufsausbildung oder ein Studium mün­den zu las­sen – ohne Umwege und Warteschleifen und vor allem gut ori­en­tiert – gibt es die Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA)“. Auch alle wei­ter­füh­ren­den, all­ge­mein­bil­den­den Schulen im Rhein-​Kreis Neuss neh­men daran teil und ermög­li­chen ihren Schülerinnen und Schülern somit eine gute Berufsorientierung sowie die Chance, den pas­sen­den Job zu finden.

Um die Umsetzung im Rhein-​Kreis Neuss küm­mert sich die bei der Kreiswirtschaftsförderung ange­glie­derte Kommunale Koordinierung. Damit Jugendliche und die Wirtschaft leich­ter zuein­an­der fin­den, wurde im Rhein-​Kreis Neuss, im Kreis Viersen sowie in Krefeld und Mönchengladbach ein Online-​Buchungsportal ent­wi­ckelt. Unter der Internet-​Adresse www.fachkräfte-für-morgen.de kön­nen sich Unternehmen und Institutionen kos­ten­los regis­trie­ren und ihre Plätze – sowohl für Berufsfelderkundungen als auch für Schülerbetriebspraktika – einstellen. 

Jugendliche kön­nen sich dann wie­derum auf dem Portal über die ver­füg­ba­ren Plätze infor­mie­ren. Außerdem haben sie die Möglichkeit, ent­we­der Berufsfelderkundungsplätze direkt und ver­bind­lich zu buchen oder sich auf Praktikumsplätze zu bewer­ben. In die­sem Schuljahr fin­den die Berufsfelderkundungen vom 6. bis 10. Mai sowie vom 24. bis 28. Juni nächs­ten Jahres statt. Das Portal www.fachkräfte-für-morgen.de ist aber schon jetzt zur Einstellung von Berufsfelderkundungsplätzen geöffnet.

Die ver­bind­li­chen Berufsorientierungselemente von KAoA begin­nen für die Jugendlichen aller Schulformen ab der ach­ten Klasse und zie­hen sich wie ein roter Faden durch die gesamte wei­tere Schullaufbahn. Den Startschuss bil­det die Teilnahme an einer Potenzialanalyse im ers­ten Halbjahr der Jahrgangsstufe 8, deren Ergebnisse die fol­gen­den drei Berufsfelderkundungstage im zwei­ten Halbjahr vorbereiten. 

Die Berufsfelderkundungstage sind Schnupperpraktika mit der Dauer von jeweils einem Tag. Sie fin­den außer­schu­lisch im betrieb­li­chen Umfeld statt und beinhal­ten prak­ti­sche, berufs­feld­ty­pi­sche Übungen. Außerdem ver­mit­teln sie Informationen zu Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten im jewei­li­gen Betrieb bezie­hungs­weise Berufsfeld. Jeder Schüler und jede Schülerin durch­läuft drei Berufsfelderkundungen in unter­schied­li­chen Bereichen. Die dabei gesam­mel­ten Erfahrungen sind dann eine gute Vorbereitung auf das Schülerbetriebspraktikum ab der Klasse 9. 

Ohne die Bereitstellung von Berufsfelderkundungs- und Praktikumsplätzen durch Unternehmen und Institutionen kann aller­dings keine geeig­nete Orientierung für Schülerinnen und Schüler statt­fin­den“, so Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke. Unternehmen und Institutionen, die aktiv Plätze für Praxisphasen anbö­ten, posi­tio­nier­ten sich damit als poten­zi­elle Ausbildungsbetriebe und mach­ten schon früh­zei­tig auf sich auf­merk­sam. Außerdem hät­ten sie die Möglichkeit, mit den Jugendlichen und somit den poten­zi­el­len Fachkräften von mor­gen in Kontakt zu tre­ten und sie kennenzulernen. 

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