Neuss: Caritas: Kampagne „Jeder Mensch braucht ein Zuhause“

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – An drei auf­ein­an­der fol­gen­den Tagen infor­mierte die Caritas im Rhein-​Kreis Neuss über das Thema Wohnungsnot. Die Aktionen in Grevenbroich, Meerbusch und Neuss sorg­ten bei Passanten und bei Politkern für Gesprächsstoff. 

Das Problem, dass bezahl­ba­rer Wohnraum rar sei, werde aber zunächst blei­ben, sagt der Vorstandsvorsitzende des Caritasverbandes Rhein-​Kreis Neuss, Norbert Kallen. Auch In Meerbusch sind viele Menschen von Armut bedroht. In Neuss hat sich die Zahl der Sozialwohnungen in den ver­gan­ge­nen zehn Jahren, nach Angabe von Bürgermeister Reiner Breuer, in etwa halbiert.

Laut einem Gutachten, wel­ches der Kreis in Auftrag gab, feh­len in Neuss bis zum Jahr 2030 etwa 1800 bezahl­bare Wohnungen. „Das Problem Wohnungsnot ist im Rhein-​Kreis vor­han­den und wird wach­sen“, sagt des­halb Kallen.

Anstoß nimmt der Vorstandsvorsitzende in ers­ter Linie nicht daran, dass inner­städ­ti­scher Wohnraum umge­baut wird: „Es geht uns darum, was an die Stelle der vor­han­de­nen Wohnungen tritt.“ Hohe Baukosten, hohe Grundstückspreise ein über­hitz­ter Mietmarkt – all das sorge in der Summe dafür, dass ein­kom­mens­schwa­che und von Armut bedrohte Menschen kaum mehr bezahl­ba­ren Wohnraum fin­den könnten.

Zudem: „Probleme auf dem Mietmarkt zu bekom­men, kann ganz schnell gehen“, betont Kallen. Er führt Beispiele an: Ein Rentnerpaar, bei dem ein Partner stirbt, Familien, deren Haushalte nach der Trennung der Eltern in Schieflage gera­ten. „Dann reicht oft das Geld nicht, um die Miete zu zah­len bezie­hungs­weise bei Bezug von Transferleistungen muss auch noch eine güns­ti­gere Wohnung gesucht werden.“

Wir brau­chen mehr bezahl­ba­ren Wohnraum“, for­dert der Vorstandsvorsitzende. Wie man das gemein­sam errei­chen könne, müsse stär­ker öffent­lich dis­ku­tiert werden.

Kamen bei der Caritas-​Info-​Aktion zur Kampagne „Jeder Mensch braucht ein Zuhause“ in Neuss ins Gespräch (von links): Ralf Hörsken, Beigeordneter der Stadt Neuss, Elke Kroner (Sozialdienst Katholischer Frauchen), Werner Hein, von der Wohnungslosenhilfe der Caritas, Reiner Breuer, Bürgermeister der Stadt Neuss, Stefanie Sassenrath, Vorsitzende des Sozialdienstes Katholischer Frauen Neuss, und Norbert Kallen, Vorstand Caritasverband Rhein-​Kreis Neuss.

Foto: Peter Wirtz
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