Neuss: Verbraucherzentrale NRW – Beratungstag „Was läuft im Keller?

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Unter Zeitdruck eine neue Heizung suchen, weil die alte den Geist auf­ge­ge­ben hat? Keine gute Idee, warnt die Verbraucherzentrale NRW. „Die meis­ten Heizkessel wer­den erst aus­ge­tauscht, wenn sie defekt sind. 

Wer in einer kal­ten Wohnung unter Zugzwang steht, kann aber nicht in Ruhe die Alternativen zu Öl und Gas prü­fen und echte Verbesserungen pla­nen“, sagt Dorothea Khairat, Leiterin der Neusser Beratungsstelle. Eine große Investition, die Weichen für 20 Jahre stelle, beruhe dann auf zu weni­gen Informationen. Außerdem werde der Heizungstausch teu­rer, wenn ein Handwerksbetrieb dafür kurz­fris­tig aus­rü­cken müsse. In ihrer aktu­el­len Aktion „Besser hei­zen“ stellt die Verbraucherzentrale NRW des­halb die Frage: „Was läuft im Keller?“ Spielerisch lädt sie so zur recht­zei­ti­gen Beschäftigung mit dem Zustand der jet­zi­gen Heizung und mög­li­chen Nachfolgern ein.

Neue Heizungen kön­nen lei­ser sein als alte, sie kön­nen kom­for­ta­bler zu bedie­nen sein und güns­ti­ger im Betrieb. In jedem Fall aber spa­ren sie Energie und sind kli­ma­freund­li­cher“, erklärt Energieberater Gregor Breitmar. Wer einen min­des­tens 15 Jahre alten Heizkessel sein Eigen nenne, solle sich des­halb infor­mie­ren, bevor der Ernstfall eintritt.

Hierzulande sind schät­zungs­weise rund 60 Prozent der Heizkessel in Einfamilienhäusern tech­nisch ver­al­tet und damit reif für einen Austausch“, betont Breitmar. Schon der ein­fa­che Umstieg auf Brennwerttechnik – heute Standard bei Öl und Gas – bringt ihm zufolge bis zu 15 Prozent Energieersparnis.

Hinzu komme, dass oft erst beim Heizungstausch die Rohre gedämmt und die Einstellungen des Systems opti­miert wür­den: „Das kann zusam­men wei­tere 15 Prozent brin­gen.“ Eine noch stär­kere Verbesserung der Klimabilanz ver­spricht der Umstieg auf Holzpellets, eine Wärmepumpe oder die Einbindung von Solarthermie. „Alle diese Systeme sind gut erprobt und eta­bliert, ein Umstieg ist also kein Abenteuer“, ver­si­chert er wei­ter. Für viele Vorhaben flie­ßen zudem Fördermittel.

Entscheidend für eine zukunfts­fä­hige Heizung ist, dass das System und seine Leistung wirk­lich zu den Bedürfnissen der Bewohner pas­sen“, so der Energieberater der Verbraucherzentrale wei­ter. Pauschale Empfehlungen nennt er des­halb unse­riös. „Auch den rich­ti­gen Zeitpunkt für einen Austausch fin­den Eigentümer am bes­ten selbst – wenn sie wis­sen, wohin die­ser Schritt füh­ren soll, wel­che Folgen er hat und was er kos­tet.“ Ein durch­dach­ter Plan, der viel­leicht noch eine Weile in der Schublade ruht, sei alle­mal bes­ser als eine Hauruck-​Aktion nach einem plötz­li­chen Heizungsausfall.

Kostenlose Beratung, auch rund um finan­zi­elle Förderprogramme, für den Heizungsaustausch und andere Vorhaben gibt es am Montag, den 29. Oktober 2018 von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr in der Neusser Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW am Meererhof 1a.

Um Voranmeldung unter 02131 – 2 02 56 01 oder unter www​.ver​brau​cher​zen​trale​.nrw/​n​e​uss wird gebeten.

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