Rhein-​Kreis Neuss: Tipps vom Umweltamt: Gartenabfälle rich­tig entsorgen

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Die Temperaturen erin­nern zur­zeit an Frühling oder Sommer – aber die Farbenpracht in der Natur zeigt: Es ist Herbst. Für den Hobby-​Gärtner bedeu­tet das jede Menge Arbeit. 

Häufig reicht gerade im Herbst der Platz auf dem eige­nen Grundstück nicht aus, um grö­ßere Abfallmengen an Laub, Baum- und Strauchschnitt auf dem Komposthaufen sinn­voll zu ver­wer­ten“, weiß Kreisumweltdezernent Karsten Mankowsky.

Wer nicht alle Grünabfälle im eige­nen Hausgarten kom­pos­tie­ren oder in der Braunen Tonne ver­wer­ten kann, wen­det sich an seine Stadt oder Gemeinde. Einige Kommunen bei uns im Kreis bie­ten kos­ten­lose Sammel- oder Abgabetermine an, ins­be­son­dere für das Laub von öffent­li­chen Flächen. Alternativ kön­nen Gartenbesitzer Abfall wie Buschwerk, Laub und Staudenreste zu den Kleinanlieferstationen des Rhein-​Kreises Neuss in Neuss-​Grefrath und Grevenbroich-​Neuenhausen brin­gen. Dort wer­den klei­nere Mengen Grünabfall – bis zu einem Kubikmeter und mit einem Gewicht bis 200 Kilo pro Tag – für 10 Euro angenommen. 

Größere Mengen Gartenabfall nimmt die Kompostierungsanlage des Rhein-​Kreises Neuss in Korschenbroich ent­ge­gen. Pro 1.000 Kilogramm Garten- und Parkabfälle zahlt der Bürger 49,50 Euro zuzüg­lich der gesetz­li­chen Mehrwertsteuer. Dazu Norbert Clever, Leiter des Kreisumweltamtes: „Die Verwertungskosten wer­den bewusst rela­tiv nied­rig gehal­ten. Denn der in unse­rem Kompostwerk her­ge­stellte Kompost ist qua­li­ta­tiv hoch­wer­tig und kann gut ver­mark­tet werden.“

Abfallberater Karl-​Heinz-​Olk vom Kreisumweltamt rät dazu, so viel wie mög­lich selbst zu kom­pos­tie­ren: Gartenbesitzer sam­meln in einer Ecke des Gartens den orga­ni­schen Abfall und ver­wen­den die gewon­nene frucht­bare Komposterde wie­der. Gleichzeitig bie­tet der Komposthaufen vie­len Tieren Schutz und Nahrung, so dass zum Beispiel Igel im Kompost ein Winterquartier fin­den. Er fügt hinzu: „Außerdem kön­nen Gartenbesitzer pflanz­li­che Abfälle umwelt­ge­recht ver­wer­ten, indem sie Äste und andere orga­ni­sche Abfälle mit einem Häcksler zer­klei­nern.“ Das so gewon­nene Häckselgut könne unter ande­rem zum Abdecken von Beeten benutzt wer­den. Dies för­dere lang­fris­tig die Humusbildung, diene in Trockenperioden als Verdunstungsschutz und sorge dafür, dass weni­ger Unkraut wachse.

Das Umweltamt des Rhein-​Kreises Neuss weist dar­auf hin, dass Verbrennen keine Lösung ist. Das ärgert nicht nur den Nachbarn, es ist auch aus Umweltschutzgründen nicht erlaubt. „Das Verbrennen von Gartenabfällen ist schon seit gerau­mer Zeit ver­bo­ten und es dro­hen sogar Geldbußen“, warnt das Umweltamt.

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