IHK Mittlerer Niederrhein: EU-​Datenschutzgrundverordnung – neuen Formularfalle

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Robert Schilken, Herausgeber



Klartext​.NRW – Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein warnt Unternehmen vor einer neuen Formularfalle. Viele Betriebe in der Region bekom­men der­zeit Faxe der Datenschutzauskunft-​Zentrale (DAZ) aus Oranienburg. 

Sie wer­den auf­ge­for­dert, ihrer „gesetz­li­chen Pflicht zur Umsetzung des Datenschutzes nach­zu­kom­men und die Anforderungen der seit 25.05.2018 gel­ten­den euro­päi­schen Datenschutzgrundverordnung (EU-​DSGVO) zu erfül­len“. Die Unternehmen wer­den gebe­ten, das bei­gefügte Formular aus­zu­fül­len und an eine EU-​weite zen­trale Fax-​Stelle zu senden. 

Im Formular ist im Kleingedruckten ver­steckt, dass es sich um ein Angebot für einen angeb­li­chen Basisdatenschutz-​Beitrag in Höhe von jähr­lich 498 Euro netto für drei Jahre han­delt“, warnt IHK-​Juristin Romy Seifert. Sie weist dar­auf hin, dass die DSGVO nicht dazu ver­pflichte, bei der Datenschutzauskunft-​Zentrale einen Vertrag abzu­schlie­ßen. „Im Kleingedruckten erst das Wesentliche zu offen­ba­ren – näm­lich, dass das Schreiben nur ein Angebot ist –, ist aus mei­ner Sicht ein Betrugsversuch“, sagt sie.

Betroffene Unternehmen kön­nen sich an die IHK oder an die ört­li­che Polizeidienststelle mel­den. Romy Seifert ist tele­fo­nisch oder per E‑Mail erreich­bar (Tel. 02161 241–135, E‑Mail: seifert@moenchengladbach.ihk.de).

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