Dormagen: Autobahnabfahrt Delrath: SPD for­dert die Variante mit der gerings­ten Belastung für die Bevölkerung

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Am 18. September 2018 fand eine früh­zei­tige Bürgerbeteiligung zur wei­te­ren Planung der Autobahnabfahrt Delrath statt. Aus die­ser resul­tie­ren zwei Forderungen der SPD-​Kreistagsfraktion, die als Antrag in die nächste Sitzung des Nahverkehrs- und Straßenbauausschusses am 10. Oktober 2018 ein­ge­bracht werden.

Dazu erklärt die stell­ver­tre­tende Vorsitzende Doris Wissemann aus Dormagen: „Bei der Veranstaltung kam die sei­tens der Stadt Dormagen 2002/​2003 vor­ge­schla­gene, vom RheinKreis Neuss jedoch nicht wei­ter ver­folgte Variante 1.1. zurück ins Abstimmungsverfahren. Die wei­tere Planung und Umsetzung die­ser Variante for­dern wir nun als SPD.”

Die Variante 1.1. sieht vor, dass die Trasse ent­lang eines vor­han­de­nen Wirtschaftsweges in einem mög­lichst engen Bogen par­al­lel zur Autobahn nach Norden geführt wird. Im Gegensatz zur bis­her bevor­zug­ten Variante 1 wird bei der Variante 1.1 der Eingriff in die freie Landschaft so weit wie mög­lich mini­miert. „Somit ist sie nicht nur aus natur­schutz­fach­li­cher Sicht am geeig­nets­ten, son­dern beein­träch­tigt auch das Landschaftsbild und Umfeld am wenigs­ten”, so Wissemann.

Zudem for­dert die SPD-​Kreistagsfraktion, bei der Planung der nöti­gen Ausgleichsflächen für den Autobahnanschluss dar­auf zu ach­ten, dass diese in Abstimmung mit der Stadt Dormagen mög­lichst kom­plett auf Delrather Gebiet ange­legt wer­den. „Damit die Delrather Bürgerinnen und Bürger einen aus­rei­chen­den Ausgleich für die zusätz­li­chen Belastungen haben”, erklärt Fraktionsvorsitzender Rainer Thiel. So soll laut den Verkehrsgutachtern von Brilon Bondzio Weiser (2017) der Durchgangsverkehr durch Delrath im Vergleich zum jet­zi­gen Stand um 2.500 Fahrzeuge pro Tag zuneh­men, was auch zu einer höhe­ren Lärmbelastung führt.

Eine Ortsrandeingrünung im Norden als Abschirmung der Anschlussstelle oder eine Erweiterung des Landschaftsschutzgebietes ”Zerrenger Büschchen” im Süden Delraths wür­den der Bevölkerung einen ent­spre­chen­den Ausgleich brin­gen”, so Thiel. Doris Wissemann ist über­zeugt, „dass die Umsetzung unse­rer Forderungen die Akzeptanz des Bauvorhabens durch die Delrather Bevölkerung deut­lich ver­bes­sern wird und zugleich einen Beitrag zur Verfahrensbeschleunigung leis­ten kann.”

Dies wurde auch in Gesprächen zwi­schen der SPD-​Kreistagsfraktion und den Delrather Bürgerinitiative an Rande der Bürgerbeteiligung sehr deutlich.

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