Kaarst: Planungen zu „Kaarster Kreuz“ vorgestellt

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Robert Schilken, Herausgeber



Kaarst – 2020 sol­len die ers­ten Unternehmen ins Gewerbegebiet „Kaarster Kreuz“ zie­hen, bereits im kom­men­den Jahr wer­den die Erschließungsarbeiten beginnen. 

Bis dahin sol­len Politik, Bürger und vor allem Unternehmen die Idee und Chancen eines nach­hal­ti­gen Gewerbegebiets ver­in­ner­licht haben. Gestern Abend hat die Stadtverwaltung bei einer Informationsveranstaltung in der Aula der Realschule Kaarst die Grundzüge der Planungen erläu­tert. Erstes Fazit: Die Idee eines res­sour­cen­scho­nen­den Gewerbegebietes mit hoher Aufenthaltsqualität kommt an.

Gewerbegebiet „Kaarster Kreuz“. Foto: Stadt

Bürgermeisterin Dr. Ulrike Nienhaus wies auf die beson­dere Bedeutung die­ses Gewerbegebietes für die Stadt hin: „Hier ent­steht ein nach­hal­ti­ges Gewerbegebiet mit opti­ma­ler Infrastruktur und fle­xi­blen Angeboten für die Unternehmen.“ Die Stadt könne dort erst­mals seit vie­len Jahren attrak­tive Gewerbeflächen anbie­ten und damit auf die zahl­rei­chen Anfragen für Ansiedlungen in Kaarst reagieren.“

Wirtschaftsdezernent Stefan Meuser betonte das Alleinstellungsmerkmal des Gewerbegebietes: „Deutschlandweit gibt es kein Gewerbegebiet mit Nachhaltigkeits-​Zertifikat. Wir wol­len genau dies errei­chen und haben uns die bis­he­rige Konzeption bereits zer­ti­fi­zie­ren lassen.“

Vor Unternehmern, Vertretern von Immobilienfirmen, Banken, Grundstücksbesitzern und inter­es­sier­ten Bürgern machte Meuser deut­lich, dass die Qualität des Gewerbegebietes die Identifikationsmöglichkeit mit dem Standort für die Unternehmer erhöhe. „Gleichzeitig stär­ken wir das Image der Stadt ins­ge­samt“, so Meuser.

Neben sei­ner Funktionalität als Gewerbegebiet soll das „Kaarster Kreuz“ auch eine hohe Aufenthaltsqualität bie­ten. „Wir schaf­fen Räume, die auch jen­seits von Öffnungszeiten fre­quen­tiert wer­den sol­len“, sagte die Technische Beigeordnete, Sigrid Burkhart. So soll die erste Entwicklungsstufe des ins­ge­samt rund 35 Hektar gro­ßen Gewerbegebietes bereits die Richtung vor­ge­ben: Breite Verkehrsflächen mit rund 200 öffent­li­chen Stellplätzen ent­las­ten die eigent­li­chen Gewerbeflächen vom Parkdruck. Auch Ladesäulen für Elektrofahrzeuge sind denk­bar. Begrünte Wege um das Gewerbegebiet ermög­li­chen Fuß- und Fahrradverkehre. Statt ein­zel­ner Anpflanzungen auf den Gewerbegrundstücken wer­den gezielte Grünflächen im öffent­li­chen Raum geschaf­fen. Eine zen­trale Gemeinschaftsfläche macht gemein­same Serviceeinrichtungen mög­lich – etwa eine Kita für Mitarbeiter der ansäs­si­gen Unternehmen. Die zen­trale Fläche kann auch für gas­tro­no­mi­sche Angebote genutzt werden.

Kritische Fragen gab es unter ande­rem zu den Verwaltungsplänen, die Unternehmen in einer Genossenschaft zusam­men­zu­füh­ren. Damit sol­len u.a. Entscheidungen zu gemein­sam genutz­ten Einrichtungen und Flächen her­bei­ge­führt wer­den. Wirtschaftsdezernent Meuser machte auf Nachfrage deut­lich, dass die­ses Modell noch nicht poli­tisch beschlos­sen sei. „Gerade der Nachhaltigkeitsgedanke des Gebietes kann aber über ein genos­sen­schaft­li­ches Modell getra­gen wer­den. So kön­nen wie den Bedarf der sich dort ansie­deln­den Unternehmen ziel­ge­rich­tet bedie­nen“, so Meuser.

Auch die sicht­bare Abtrennung des end­gül­ti­gen Gewerbegebietes zu den umlie­gen­den Agrarflächen war ein Thema. Die Technische Beigeordnete ver­wies auf das Beteiligungsverfahren, das im Spätherbst begin­nen soll. „Gerade sol­che Anregungen wer­den dabei auf­ge­nom­men und gege­be­nen­falls berück­sich­tigt. Wir wol­len ein Gebiet, das sich in die Umgebung einfügt.“

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