Kreis gibt Broschüre mit Informationen für Anlieger von Gewässern her­aus

Rhein‐​Kreis Neuss – Das Amt für Umweltschutz des Rhein‐​Kreises Neuss hat eine Broschüre mit Informationen für die Anlieger von Gewässern erstellt.

Unser Anliegen ist es, in der Bevölkerung mehr Verständnis für unsere Flüsse und Bäche zu ent­wi­ckeln“, so Karsten Mankowsky, der Umweltdezernent des Rhein‐​Kreises Neuss. Das Heft gibt einen Überblick von Abfallentsorgung bis Ufergestaltung und berück­sich­tigt auch das Perspektivkonzept „Erft“.
 
„Oberirdische Gewässer und ihre Auen besit­zen in der heu­ti­gen Kulturlandschaft zahl­rei­che wich­tige Funktionen. Sie neh­men schließ­lich Niederschlagswasser, gerei­nig­tes Abwasser und ober­flä­chen­na­hes Grundwasser auf und füh­ren es ab“, erklärt Norbert Clever, der Leiter des Umweltamts. Außerdem stell­ten sie viel­fäl­tige Lebensräume für Tiere und Pflanzen dar und dien­ten der öko­lo­gi­schen Vernetzung von Biotopen. „Darüber hin­aus berei­chern sie das Landschaftsbild und erhö­hen somit auch den Freizeit‐ und Erholungswert unse­rer Region“, heißt es.
 
„Die Einhaltung von Gewässerrandstreifen durch Landwirte und Grundstückseigentümer, die Vermeidung von Verschmutzungen wie zum Beispiel das Entsorgen von Grünabfällen in Bächen oder der Verzicht auf Pflanzenschutzmittel durch Gartenbesitzer leis­ten bereits einen wesent­li­chen Beitrag zur Erhaltung intak­ter Fließgewässer“, betont Gabriele Bemba, die Leiterin der Unteren Wasserbehörde.
 
Im Lauf der Zeit hat der Mensch häu­fig mas­siv in die Gewässer ein­ge­grif­fen. Ungereinigtes Abwasser wurde ein­ge­lei­tet, Flüsse und Bäche wur­den begra­digt, und die Auen sind durch die land­wirt­schaft­li­che Nutzung oder die Ausweitung von Siedlungsflächen stark ver­än­dert wor­den. All dies hat ver­stärkt zu Problemen mit Überschwemmungen geführt. „Insgesamt ist der öko­lo­gi­sche Zustand unse­rer Gewässer nicht gut, und die Wasserqualität zeigt Belastungen mit ver­schie­dens­ten Stoffen“, wis­sen die Experten des Umweltamts.
 
Um den Zustand der Gewässer zu ver­bes­sern sind unter­schied­li­che Maßnahmen wie Renaturierungen oder Abwasserbehandlungen erfor­der­lich. Natürliche, struktur‐ und arten­rei­che Gewässer wie­der­her­zu­stel­len und zu erhal­ten ist jedoch nicht allein Aufgabe staat­li­cher Institutionen. Vielmehr kann jeder hierzu einen Beitrag leis­ten.

Das gilt ins­be­son­dere für Anlieger, die ein Grundstück an einem Gewässer besit­zen. Die Broschüre wird allen kreis­an­ge­hö­ri­gen Kommunen für inter­es­sierte Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung gestellt und kann auch hier ein­ge­se­hen wer­den.

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