Kaarst: Stadt kri­ti­siert Bundesnetzagentur

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Robert Schilken, Herausgeber



Kaarst – Mit den nun bei der Bundesnetzagentur ein­ge­reich­ten Unterlagen zum Trassenkorridor A‑Nord hat sich Netzbetreiber Amprion fest­ge­legt: Der Konverter soll auf die Kaarster Dreicksfläche oder an die Stadtgrenze Kaarst/​Osterath gebaut werden. 

Damit greift Amprion aus Sicht der Stadt Kaarst der aus­führ­li­chen Beantwortung noch offe­ner Fragen zur Bevölkerungs-​Gefährdung oder zu Emissionen vor. „Die Beschränkung auf diese Standorte ist weder nach­voll­zieh­bar, noch berück­sich­tigt sie zum jet­zi­gen Zeitpunkt in aus­rei­chen­der Weise die Interessen der betrof­fe­nen Kommunen. Wir ver­schlie­ßen uns nicht der Energiewende. Wenn diese jedoch ein­sei­tig auf Kosten der Kaarster Bürger geleis­tet wer­den soll, kön­nen wir dies nicht akzep­tie­ren“, kri­ti­siert Bürgermeisterin Dr. Ulrike Nienhaus.

Denn nicht nur Amprion hat sich fest­ge­legt. Auch die Bundesnetzagentur schließt sich durch die Festlegung des Untersuchungsrahmens und der Vorauswahl von fünf mög­li­chen Konverter Standorten der Bewertung des Amprion Gutachtens an. Bürgermeisterin Dr. Nienhaus kann dies nicht nach­voll­zie­hen: „Mehrfach haben die Städte Kaarst und Meerbusch, der Regionalrat, der Landrat und auch die Bezirksregierung auf Unzulänglichkeiten des Gutachtens hin­ge­wie­sen. Die Bundesnetzagentur über­geht mit der Bundesfachplanung diese Hinweise und gibt den allen­falls theo­re­ti­schen Hinweis, wei­tere Standorte könn­ten noch geprüft werden.“

Die nun von Amprion über die Trassenplanung favo­ri­sier­ten Standorte stel­len nach Ansicht der Kaarster Bürgermeisterin einen erheb­li­chen Eingriff in die Natur und eine Belastung für die Bevölkerung dar. Denn auch die 380 kV-​Leitung wird die Stadt Kaarst que­ren. Die zwi­schen­zeit­li­che Prüfung einer mög­li­chen Klage gegen die­ses Vorhaben hat jedoch gezeigt, dass die Stadt in ihren eige­nen Rechten nicht betrof­fen ist und somit keine Erfolgsaussichten für die Aufrechterhaltung der Klage bestan­den hätten.

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