Erste Neusser inte­gra­tive Kindertagesstätte fei­ert 20-​jähriges Bestehen

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Neuss-​Grimlinghausen – Sie hatte eine Vorreiterfunktion – in der Stadt genauso wie in der Neusser Lebenshilfe. Mit ihr wurde die erste inte­gra­tive Kindertageseinrichtung in Neuss errichtet: 

Am 1. September 1998 öff­nete die Kita „Sonnenblume“ in Grimlinghausen ihre Türen. Gebaut wurde sie von der Stadt Neuss in Trägerschaft der Neusser Lebenshilfe. 20 Jahre ist dies her und der Anfang damals war kein leich­ter. Gestartet wurde in drei Gruppen, zwei inte­gra­tive und eine Regelgruppe. Doch die für dama­lige Verhältnisse unge­wöhn­li­che inklu­sive Zusammenstellung aus Kindern ver­schie­de­ner Kulturen sowie mit und ohne Behinderung gestal­tete die Akzeptanz schwie­rig. Erst die aktive Vernetzung und Zusammenarbeit mit orts­an­säs­si­gen Vereinen und Organisationen sowie umfang­rei­che Beteiligungen am Dorfleben konn­ten die Vorbehalte abbauen. Das Vertrauen in die fach­kun­dige päd­ago­gi­sche Arbeit der Lebenshilfe-​Kita stieg und nach weni­gen Monaten füllte sich die Warteliste auf mehr als 100 Kinder. 
 
Mittlerweile hat sich die Kita „Sonnenblume“ zum zer­ti­fi­zier­ten Familienzentrum mit vier inklu­si­ven Gruppen und einer moder­nen Mehrzweckhalle für Bewegungs‑, Kurs- und Veranstaltungsangebote ent­wi­ckelt, mit dem Auftrag, für Kinder, Eltern und Familien Angebote einer leicht zugäng­li­chen Unterstützung und Förderung zu offe­rie­ren. Sie fun­giert als zen­tra­ler Anlaufpunkt für Familien im Stadtteil in einem Netzwerk, das Kinder indi­vi­du­ell för­dert sowie Familien umfas­send berät und unter­stützt. Das Familienzentrum ver­folgt das Ziel der Zusammenführung von Bildung, Erziehung und Betreuung. Das selbst­ver­ständ­li­che Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung zeich­net die „Sonnenblume“, die nun­mehr eine von 7 inklu­si­ven Kitas der Neusser Lebenshilfe (davon 3 Familienzentren) dar­stellt, aus.
 
20 Jahre inklu­sive Kita und 10 Jahre Familienzentrum, das sahen nicht nur die rund 250 Besucher als Grund zum Feiern. Auch viele pro­mi­nente Gäste aus Stadt, Verwaltung und Politik, kamen am ver­gan­ge­nen Samstag an die Jakob-​Herbert-​Str. 12, unter ihnen Hermann Gröhe (MdB), Sven Schümann (Erster stell­ver­tre­ten­der Bürgermeister) und Gisela Hohlmann (Zweite stell­ver­tre­tende Bürgermeisterin). Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke betonte die wert­volle Arbeit, die die Lebenshilfe für Integration und Familie leiste und rief – in Anlehnung an den Programm stel­len­den „Kölner Spielecircus“ – zur Verstärkung all­ge­mein zum sozia­len und poli­ti­schen Engagement auf. 

(63 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)