Grevenbroich: Verkehrsunfallflucht – Zeuge bitte mel­den

Grevenbroich‐​Kapellen (ots) – Vielen ist es schon pas­siert: Beim Ein‐ oder Ausparken kommt es zum leich­ten Zusammenstoß mit einem ande­ren gepark­ten Auto. Kratzer, kleine Beulen – die Folgen sind meist nicht schlimm und zum Teil mit blo­ßem Auge kaum zu erken­nen. Ein klas­si­scher Fall für die Versicherung.

Zu einem Fall für die Polizei wird die Sache erst, wenn sich der betref­fende Autofahrer dazu ent­schließt, ohne Angabe sei­ner Beteiligung und Personaldaten davon­zu­fah­ren. Dann begin­nen die Ermittlungen des Verkehrskommissariats. Der Tatvorwurf lau­tet „Unfallflucht”.

Derzeit rich­tet sich ein sol­cher Verdacht gegen den Fahrer oder die Fahrerin eines roten VW. Der Wagen war am Montagmorgen (17.09.) zunächst an der Brandenburger Straße geparkt. Zeugenaussagen zufolge stieß der Pkw beim Rangieren an den dahin­ter ste­hen­den grauen Renault und beschä­digte die­sen. Anschließend fuhr das rote Auto davon.

Ermittlungen der Polizei bei Verkehrsunfallfluchten stüt­zen sich zum einen auf die vor­ge­fun­de­nen Spuren, z.B. Lacksplitter, aber auch auf die Aussagen von Zeugen, die wich­tige Hinweise zum Verursacher und zum flüch­ti­gen Unfallfahrzeug geben kön­nen. Deshalb bit­tet die Polizei jeden, der Zeuge einer Verkehrsunfallflucht wird, diese zu mel­den und sich mög­lichst das Kennzeichen und das Aussehen des Fahrzeugführers zu mer­ken. Wer schon ein­mal als Opfer einer Verkehrsunfallflucht sprich­wört­lich „auf sei­nem Schaden sit­zen geblie­ben ist”, weiß wie ärger­lich das ist.

Im Jahr 2017 hat die Polizei im Rhein‐​Kreis Neuss 3.158 Anzeigen auf­grund von Verkehrsunfallfluchten auf­ge­nom­men und Ermittlungen ein­ge­lei­tet. Die Aufklärungsquote lag bei knapp 40 Prozent. Jeder Zeuge kann ein wich­ti­ger Baustein bei der Aufklärung die­ser Verkehrsstraftaten sein.

Im aktu­el­len Fall aus Kapellen hatte sich ein Mann, mög­li­cher­weise ein Anwohner der Brandenburger Straße, bei der Besitzerin des Renault gemel­det und seine Beobachtungen geschil­dert. Leider sind der Polizei keine Personalien des wich­ti­gen Zeugen bekannt. Deshalb bit­tet das Verkehrskommissariat um Kontaktaufnahme unter der Telefonnummer 02131 300–0.

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