Neusser Friedensglocke in Leuven geseg­net und als erste montiert

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Die 40 Friedensglocken für die Parkabtei in Leuven wur­den am ver­gan­ge­nen Montag, 10. September 2018, auf dem Zentralplatz vor der Abtei eingesegnet. 

Die Stadt Neuss wurde dabei durch den Rotary Club Neuss bei der fei­er­li­chen Zeremonie ver­tre­ten. Im Rahmen die­ser Feier über­reichte der Leuvener Bürgermeister Louis Tobback den Abdruck des Neusser Stadtwappens, wie er auf der Neusser Friedensglocke geprägt wor­den ist. Dieser hat nun Bürgermeister Reiner Breuer erreicht, der das beson­dere Geschenk dank­bar entgegennahm.

Die Neusser Glocke ist eine der gro­ßen Glocken des Friedensglockenspiels und trägt, ebenso wie die der Stadt Leuven, die Inschrift „his cam­pa­nis crescant pax con­cordia­qve“, zu deutsch: Mögen Frieden und Eintracht durch diese Glocken wach­sen. Die Neusser Glocke trägt zudem das Neusser Wappen sowie die Inschrift „Quirinus“. Am Mittwoch, den 13. September 2018, wurde die Neusser Glocke als erste Glocke des Friedensglockenspiels montiert.

Beim gro­ßen Brand der Stadt Leuven, der in der Nacht des 25. August 1914, ver­lo­ren mehr als 240 Leuvener Bürgerinnen und Bürger ihr Leben und mehr als 1.000 Wohnhäuser, zahl­rei­che Denkmäler und Kunstwerke der alten Universitätsstadt fie­len den Flammen zum Opfer. Maßgeblich daran betei­ligt war auch das Neusser Landsturm Bataillon.

Nach ers­ten wis­sen­schaft­li­chen Kontakten unter­zeich­ne­ten die Bürgermeister bei­der Städte eine Vereinbarung, die dar­auf abzielt, durch kul­tu­relle Zusammenarbeit neu zu ver­bin­den, was ehe­mals von Flammen getrennt wurde. Als kon­kre­tes Symbol der Versöhnung und des Friedens stellte die Stadt Leuven das Glockenspiel der Parkabtei aus dem 18. Jahrhundert wie­der her. Auch die­ses Kulturerbe fiel 1914 dem Brand von Leuven zum Opfer.

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