Neuss: Sauberkeit in der Innenstadt – Hauptstraßenzug wird gerei­nigt und neue Abfallbehälter wer­den aufgestellt

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Kaugummireste und Verschmutzungen rund um die Abfallbehälter durch aus­ge­lau­fene Flüssigkeiten beein­träch­ti­gen das Erscheinungsbild des Hauptstraßenzuges. Noch, denn die Stadt will Maßnahmen ergrei­fen, um die Innenstadt sau­be­rer zu machen. 

Hierzu gehö­ren eine Grundreinigung des Pflasters, neue, nach unten abge­dich­tete Abfallbehälter und ver­stärkte Kontrollen des Kommunalen Service- und Ordnungsdienstes (KSOD) gegen Ordnungsverstöße. Bürgermeister Reiner Breuer prüft, ob die Geldbußen bei Verstößen deut­lich erhöht wer­den können.

Das bei der Neugestaltung des Hauptstraßenzuges in 2008 ver­legte Granitpflaster wird der­zeit täg­lich durch eine Kleinkehrmaschine gerei­nigt, die jedoch nur den Leichtmüll, wie weg­ge­wor­fe­nes Papier oder Zigaretten, von der Straße ent­fernt und die in der offen­po­ri­gen Pflasteroberfläche fest­sit­zen­den Verschmutzungen nicht lösen kann. Mit der Grundreinigung möchte Bürgermeister Reiner Breuer daher einer Fachfirma beauf­tra­gen, die sich auf die Reinigung von Pflasterflächen in Innenstädten oder Bahnhöfen spe­zia­li­siert hat.

Die Reinigung kann in zwei Phasen erfol­gen. Zunächst wer­den die Pflastersteine mit einer Spezialmaschine poren­tief durch Hochdruck und Heißdampf gerei­nigt. Kaugummi, Fettflecken oder sons­tige Verschmutzungen wer­den dabei besei­tigt. Moos und Algen wer­den durch das kochende Wasser abge­tö­tet und ent­fernt. Das ver­schmutzte Wasser wird sofort abge­saugt, damit sich der Schmutz nicht wie­der abset­zen kann. Zum Abschluss die­ser ers­ten Reinigungsphase wird die gerei­nigte Fläche nachgespült.

Im Anschluss erfolgt die manu­elle Reinigung. Hier wer­den alle schwer zu errei­chen­den Stellen behan­delt und Kaugummireste ent­fernt. Die von der Maschine gerei­nig­ten Flächen wer­den nach­be­ar­bei­tet, zurück­ge­blie­bene Verschmutzungen und Kaugummireste wer­den manu­ell besei­tigt. Während des gesam­ten Reinigungsvorgangs wer­den keine che­mi­schen oder sons­ti­gen Reinigungsmittel benutzt. Gereinigt wer­den soll der Hauptstraßenzug von der Oberstraße (ab Zollstraße), über Markt, Büchel und Niederstraße. Hier wer­den Bürgersteig, Straße und Gleisbereich gerei­nigt. Hinzu kommt die Krefelder Straße, wo der Bürgersteig gesäu­bert wird.

Damit die Reinigung nach­hal­tig wir­ken kann, wer­den neue Abfallbehälter im Hauptstraßenzug auf­ge­stellt. Bei den aktu­ell auf­ge­stell­ten Behältern kommt es auf­grund der Bauweise zu Verschmutzungen unter und rund um die Abfallkörbe durch her­aus­lau­fende Flüssigkeiten. Die in den letz­ten Jahren regel­mä­ßig durch­ge­führ­ten Reinigungen durch Hochdruckreiniger brach­ten keine dau­er­haft Verbesserung, da die Ursache nicht besei­tigt wer­den konnte und die Verschmutzungen des­halb nach kur­zer Zeit erneut auf­tra­ten. Da das neue Modell über einen geschlos­se­nen Innenbehälter ver­fügt, kön­nen keine Flüssigkeiten aus dem Abfallbehälter mehr her­aus­lau­fen. Dadurch wird die Verschmutzung und als direkte Folge auch der Reinigungsaufwand erheb­lich ver­rin­gert. Die neuen Abfallbehältnisse sol­len noch in die­ser Woche gelie­fert und zeit­nah auf­ge­stellt werden.

Um eine erneute Verschmutzung durch weg­ge­wor­fe­nen Müll, Zigaretten und Kaugummis zu ver­hin­dern und die Innenstadt zukünf­tig dau­er­haft sau­ber zu hal­ten, wird der KSOD über einen län­ge­ren Zeitraum ver­mehrt Schwerpunktkontrollen in der Innenstadt, ins­be­son­dere im Hauptstraßenzug durch­füh­ren. Die 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KSOD lau­fen im Drei-​Schicht-​System Streife im gesam­ten Neusser Stadtgebiet. Schon heute liegt der Schwerpunkt in der Innenstadt mit dem Hauptstraßenzug. Insbesondere wird die Einhaltung der Straßenordnung der Stadt Neuss über­wacht. Diese unter­sagt das Wegwerfen von Zigarettenkippen, Essensresten und sons­ti­gem Müll wie Getränkeflaschen und –dosen oder Papier sowie das Ausspucken von Kaugummis. Auch die Hinterlassenschaften von Hunden nicht zu ent­fer­nen ist verboten.

Verstöße ahn­det der KSOD in der Regel mit Verwarnungsgeldern zwi­schen zehn und 55 Euro. Bürgermeister Reiner Breier will zudem prü­fen, ob die Geldbußen deut­lich ange­ho­ben wer­den kön­nen. Bei beson­ders star­ken Verschmutzungen oder vehe­men­ter Uneinsichtigkeit der ver­ur­sa­chen­den Person wer­den auch Bußgeldverfahren eingeleitet.

Zusammengenommen sol­len diese Maßnahmen das Erscheinungsbild und die Sauberkeit der Innenstadt nach­hal­tig verbessern.

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