Jüchen: Aufmerksamer Bankangestellter ver­hin­dert Enkeltrickbetrug

Jüchen (ots) – Offenbar hat es sich her­um­ge­spro­chen: Hinter Geldforderungen am Telefon lau­ern oft betrü­ge­ri­sche Absichten. Beim soge­nann­ten „Enkeltrick” erhal­ten ins­be­son­dere ältere Menschen Anrufe von einer Person, die sich als Verwandter aus­gibt und eine finan­zi­elle Notlage vor­täuscht.

Am Dienstag (11.09.) ver­such­ten Unbekannte in Jüchen meh­rere Senioren um ihr Erspartes zu brin­gen. Glücklicherweise schei­ter­ten die Betrüger mit ihrer arg­lis­ti­gen Masche am Misstrauen der Angerufenen. In einem Fall ver­hin­derte das umsich­tige Handeln des Mitarbeiters eines Geldinstitutes Schlimmeres.

Eine knapp 90‐​jährige Jüchenerin erhielt gegen Mittag einen Telefonanruf. Die männ­li­che Stimme am ande­ren Ende der Leitung gab sich über­zeu­gend als „Neffe” aus. Er schil­derte eine finan­zi­elle Notlage und gab vor, mög­lichst schnell meh­rere tau­send Euro für den Erwerb einer Immobilie zu benö­ti­gen. Als die Seniorin bei ihrem Geldinstitut den ent­spre­chen­den Betrag vorab tele­fo­nisch anwei­sen wollte, wurde der Mitarbeiter hell­hö­rig.

Als dann im wei­te­ren Telefonat noch das Wort „Neffe” aus dem Mund der Seniorin fiel, schwante dem Angestellten nichts Gutes. Instinktiv infor­mierte er rich­ti­ger­weise neben der Polizei, auch einen engen Familienangehörigen der über 90‐​Jährigen. Dabei stellte sich dann her­aus, dass es sich bei dem Anrufer offen­sicht­lich um einen soge­nannte „Enkeltrickbetrüger” han­delte. Die ent­schlos­sene Maßnahme des Geldinstitutes bewahrte die Kundin vor einem erheb­li­chen finan­zi­el­len Verlust.

Die Kripo hat die Ermittlungen auf­ge­nom­men. Bislang lie­gen keine Hinweise zur Identität der Betrüger vor. Zu einer Geldübergabe ist es im vor­lie­gen­den Fall nicht gekom­men.

Obwohl die Täter immer öfter auf auf­ge­klärte Bürgerinnen und Bürger tref­fen, ver­zeich­net die Polizei wei­ter­hin Betrugsversuche die­ser Art. Deshalb ist es wich­tig, auch zukünf­tig miss­trau­isch zu sein, wenn ein ver­meint­li­cher Verwandter am Telefon um Geld bit­tet. Allenfalls ein Rückruf über eine ver­traute, (das heißt alt­be­kannte) Nummer kann Sicherheit dar­über ver­schaf­fen, ob es sich bei dem Anrufer tat­säch­lich um ein Familienmitglied han­delt.

Den Trickbetrügern kann nur wirk­sam begeg­net wer­den, wenn poten­ti­elle Opfer die „Masche” ken­nen und wis­sen, wie sie sich im Fall eines sol­chen Anrufes ver­hal­ten sol­len. Es ist ent­schei­dend, nicht auf die Forderungen ein­zu­ge­hen und unmit­tel­bar im Anschluss an das Gespräch die Polizei zu ver­stän­di­gen.

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