Neuss: Herbert-​Karrenberg-​Schule wird unter dem Dach des Kreises weitergeführt

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Mit der Schlüsselübergabe durch Bürgermeister Reiner Breuer an Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke ist die Herbert-​Karrenberg-​Schule jetzt offi­zi­ell an den Rhein-​Kreis Neuss übergegangen. 

Seit dem 1. August ist der Kreis bereits Träger der Förderschule an der Neusser Weyhe in Weißenberg, die bis­her in der Trägerschaft der Stadt Neuss war. Mit dem Wechsel sind unter dem Dach des Kreises als Schulträger nun alle öffent­li­chen Förderschulen im Kreisgebiet vereint.
 
„Unser Ziel als Bildungsträger ist es, dass unsere Kinder mög­lichst gute Startbedingungen bekom­men“, so der Landrat. Manche brauch­ten dazu eben beson­dere Unterstützung, und sie hät­ten ein Anrecht dar­auf, so viel Förderung wie nötig zu bekom­men. Petrauschke: „Deshalb war und ist es mir ein wich­ti­ges Anliegen, die Förderschulen zu erhal­ten. Es gilt schließ­lich für alle Schüler den best­mög­li­chen Lernort zu fin­den.“ Die ein­heit­li­che Trägerschaft beim Rhein-​Kreis Neuss sei dabei der rich­tige Schritt zur Zukunfts- und Qualitätssicherung für die päd­ago­gisch so wert­vol­len Förderschulen.
 
„Es ist gut, dass die Förderschulen jetzt in einer Hand sind. Durch die Konzentration der Trägerschaft aller Förderschulen beim Kreis ermög­li­chen wir den Eltern auch künf­tig ein Wahlrecht hin­sicht­lich des für das ein­zelne Kind geeig­ne­ten Förderortes“, so Bürgermeister Reiner Breuer. „Außerdem sichern wir durch die bes­sere Steuerung auch den lang­fris­ti­gen Erhalt des Angebotes sol­cher Schulen im Kreisgebiet. Nicht zuletzt ent­las­ten wir durch die Übertragung auch den Haushalt der Stadt Neuss und machen einen wei­te­ren Schritt bei der Umsetzung unse­res Konsolidierungskonzeptes.“


Um bes­ser für gute Lern- und Lehrbedingungen an der Herbert-​Karrenberg-​Schule sor­gen zu kön­nen, hat der Kreis für knapp 4,8 Millionen Euro das Grundstück und das Schulgebäude erwor­ben. Wie Landrat und Bürgermeister im Beisein der Schuldezernenten Dr. Christiane Zangs (Stadt) und Tillmann Lonnes (Kreis), von Schulleiter Wolfgang Witsch, Vertretern der Schulpflegschaft, des Lehrerrats und des Fördervereins beton­ten, wird es an der Herbert-​Karrenberg-​Schule auch künf­tig das durch den evan­ge­li­schen Verein sicher­ge­stellte Ganztagsangebot geben. Dies ist in der öffentlich-​rechtlichen Übernahme-​Vereinbarung zwi­schen Stadt und Kreis verankert.

Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke (2.v.r.) nimmt den sym­bo­li­schen Schlüssel der Herbert-​Karrenberg Schule von Bürgermeister Reiner Breuer (1. v.l.) ent­ge­gen. Mit dabei: Fördervereinsvorsitzende Alice Kallen und Schulleiter Wolfgang Witsch (r.). Foto: Stefan Büntig/​Rhein-​Kreis Neuss


Herbert-Karrenberg-Schule:
Mit der Herbert-​Karrrenberg-​Schule ent­stand in Neuss 1996 die erste „Verbundschule“ in Nordrhein-​Westfalen. In ihr sind die „Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen“ (fast 150 Schüler) und die „Schule für Kranke” (rund 25 Schüler) orga­ni­sa­to­risch ver­bun­den. Nach 16 Umzügen und einer ereig­nis­rei­chen Geschichte fand die Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen ihren Standort 1981 im Gebäude der ehe­ma­li­gen Hauptschule an der Neusser Weyhe 20. Die Schule für Kranke hat einen eige­nen Standort mit Räumen in der St. Mauritius Therapieklinik in Meerbusch Osterath. In der Verbundschule arbei­ten 20 Lehrer und Lehrerinnen mit unter­schied­li­chen son­der­päd­ago­gi­schen Fachrichtungen. Seit Beginn des Schuljahres 2007/​2008 ist die Schule auch Offene Ganztagsschule mit der­zeit vier Mitarbeiterinnen.

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