Warntag NRW” – auch in Meerbusch heu­len die Sirenen

Meerbusch – Am 6. September ist es soweit: erstmalig wird ein landesweiter Warntag stattfinden, der sich jährlich am ersten Donnerstag im September wiederholt.

Dabei wird im ganzen Land um 10 Uhr ein Sirenenprobealarm durchgeführt und zugleich weitere Mittel zur Warnung der Bevölkerung erprobt werden. So wird landesweit eine Probewarnmeldung mit der Warn-App "NINA" versendet werden. Häufig wissen die Bürgerinnen und Bürger nicht mehr, was Warnsignale bedeuten oder wie man sich im Ereignisfall richtig verhält. Der landesweite Warntag soll dabei helfen, das Thema Warnung wieder mehr ins Bewusstsein zu rücken.

Großbrände, Unwetter, Bombenentschärfungen – Nur wenn die Bevölkerung rechtzeitig gewarnt wird, können Gefahren gebannt und Schäden erfolgreich bewältigt werden. Der Aufruf zu bestimmten Verhaltensweisen dient nicht nur der eigenen Sicherheit, sondern erleichtert erheblich die Arbeit der Einsatzkräfte. Die Bürgerinnen und Bürger können durch ihr richtiges Verhalten wichtige Beiträge zur eigenen Sicherheit und zur Sicherheit ihrer Nachbarn leisten.

Zur Warnung der Bevölkerung sind in Meerbusch derzeit 13 alte motorbetriebene Sirenen aktiv, welche überwiegend in den 1980´er Jahren installiert wurden. Hinzu kommen vier neue elektronische Sirenen, welche in den letzten 2 Jahren errichtet wurden. Die hohen, schlanken Masten stehen in Langst-Kierst am Schützenplatz, in Büderich am neuen Friedhof, am Rathaus in Lank und seit kurzem auch an der Krefelder Straße/ Ecke Mollsfeld in Osterath. Zwölf weitere elektronische Sirenen sollen bis 2022 beschafft werden, um das ganze Stadtgebiet abzudecken. Die elektronischen Anlagen haben mit circa 800 Metern und rund 80 Dezibel eine höhere Reichweite als die alten, per Elektromotor betriebenen Sirenen.

Bei Bedarf signalisieren die Sirenen eine Gefahr mit einem auf- und abschwellenden Ton. Dann heißt es Radio einschalten! Stromausfall? Autoradio einschalten! Regionale Warnungen werden bei Bedarf seitens der Kreisleitstelle umgehend an das Neusser Lokalradio "NE-WS 89,4" übermittelt. Hinzu können Lautsprecherdurchsagen der Feuerwehr oder Polizei kommen, der Rhein-Kreis Neuss kann im Bedarfsfall unter einer vorbereiteten Hotline-Rufnummer ein Bürgertelefon einrichten. Bei der Kreisverwaltung besteht ein Call-Center mit 10 Arbeitsplätzen, die mit jederzeit alarmierbarem Personal besetzt werden können.

Grafik: Rhein-Kreis Neuss

Deutschlandweit ist auf 2,6 Mio Mobiltelefonen die WarnApp NINA installiert. NINA ist die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Der Eingang einer Warnung wird mit einem Warnton angezeigt, so dass auch die Weckfunktion gegeben ist. NINA ist für Nutzer kostenlos, Warnungen können entweder für festgelegte Orte – z.B. die eigene Wohnung – und auch für den aktuellen Standort empfangen werden.

Kurz gefasst: Warnsignale der Sirenen einprägen, Radio einschalten, Anweisungen beachten. Und bevor es dazu kommt: NINA gehört auf jedes Handy.

 

(188 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)