Warntag NRW” – auch in Meerbusch heu­len die Sirenen

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – Am 6. September ist es soweit: erst­ma­lig wird ein lan­des­wei­ter Warntag statt­fin­den, der sich jähr­lich am ers­ten Donnerstag im September wiederholt. 

Dabei wird im gan­zen Land um 10 Uhr ein Sirenenprobealarm durch­ge­führt und zugleich wei­tere Mittel zur Warnung der Bevölkerung erprobt wer­den. So wird lan­des­weit eine Probewarnmeldung mit der Warn-​App „NINA” ver­sen­det wer­den. Häufig wis­sen die Bürgerinnen und Bürger nicht mehr, was Warnsignale bedeu­ten oder wie man sich im Ereignisfall rich­tig ver­hält. Der lan­des­weite Warntag soll dabei hel­fen, das Thema Warnung wie­der mehr ins Bewusstsein zu rücken.

Großbrände, Unwetter, Bombenentschärfungen – Nur wenn die Bevölkerung recht­zei­tig gewarnt wird, kön­nen Gefahren gebannt und Schäden erfolg­reich bewäl­tigt wer­den. Der Aufruf zu bestimm­ten Verhaltensweisen dient nicht nur der eige­nen Sicherheit, son­dern erleich­tert erheb­lich die Arbeit der Einsatzkräfte. Die Bürgerinnen und Bürger kön­nen durch ihr rich­ti­ges Verhalten wich­tige Beiträge zur eige­nen Sicherheit und zur Sicherheit ihrer Nachbarn leisten.

Zur Warnung der Bevölkerung sind in Meerbusch der­zeit 13 alte motor­be­trie­bene Sirenen aktiv, wel­che über­wie­gend in den 1980´er Jahren instal­liert wur­den. Hinzu kom­men vier neue elek­tro­ni­sche Sirenen, wel­che in den letz­ten 2 Jahren errich­tet wur­den. Die hohen, schlan­ken Masten ste­hen in Langst-​Kierst am Schützenplatz, in Büderich am neuen Friedhof, am Rathaus in Lank und seit kur­zem auch an der Krefelder Straße/​Ecke Mollsfeld in Osterath. Zwölf wei­tere elek­tro­ni­sche Sirenen sol­len bis 2022 beschafft wer­den, um das ganze Stadtgebiet abzu­de­cken. Die elek­tro­ni­schen Anlagen haben mit circa 800 Metern und rund 80 Dezibel eine höhere Reichweite als die alten, per Elektromotor betrie­be­nen Sirenen.

Bei Bedarf signa­li­sie­ren die Sirenen eine Gefahr mit einem auf- und abschwel­len­den Ton. Dann heißt es Radio ein­schal­ten! Stromausfall? Autoradio ein­schal­ten! Regionale Warnungen wer­den bei Bedarf sei­tens der Kreisleitstelle umge­hend an das Neusser Lokalradio „NE-​WS 89,4” über­mit­telt. Hinzu kön­nen Lautsprecherdurchsagen der Feuerwehr oder Polizei kom­men, der Rhein-​Kreis Neuss kann im Bedarfsfall unter einer vor­be­rei­te­ten Hotline-​Rufnummer ein Bürgertelefon ein­rich­ten. Bei der Kreisverwaltung besteht ein Call-​Center mit 10 Arbeitsplätzen, die mit jeder­zeit alar­mier­ba­rem Personal besetzt wer­den können.

Grafik: Rhein-​Kreis Neuss

Deutschlandweit ist auf 2,6 Mio Mobiltelefonen die WarnApp NINA instal­liert. NINA ist die Notfall-​Informations- und Nachrichten-​App des Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Der Eingang einer Warnung wird mit einem Warnton ange­zeigt, so dass auch die Weckfunktion gege­ben ist. NINA ist für Nutzer kos­ten­los, Warnungen kön­nen ent­we­der für fest­ge­legte Orte – z.B. die eigene Wohnung – und auch für den aktu­el­len Standort emp­fan­gen werden.

Kurz gefasst: Warnsignale der Sirenen ein­prä­gen, Radio ein­schal­ten, Anweisungen beach­ten. Und bevor es dazu kommt: NINA gehört auf jedes Handy.

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