Neuss: Sanitäts‐, Rettungsdienst und Kindersammelstelle beim Schützenfest 2018

Neuss – Wenn sich die Schützen mit den Bürgern und begeisterten Zuschauern an den Festtagen Ende August in der Neusser Innenstadt treffen, um das große Bürger-Schützenfest unbeschwert zu feiern, stehen die Kräfte der drei Neusser Hilfsorganisationen Johanniter, Malteser und Deutsches Rotes Kreuz bereit, um die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten und wenn Hilfe nötig wird sofort ein zu greifen.

In einer gemeinsamen Besprechung haben die Rettungskräfte ihr Vorgehen und ihre Ressourcen vereinbart und in das geforderte Sicherheitskonzept einfließen lassen, dass der Neusser Bürger-Schützenverein den zuständigen Behörden zur Genehmigung vorlegen muss.

Die zentrale Einsatzleitung der Helfer befindet sich in diesem Jahr im hinteren Teil der Hammer Landstraße gegenüber dem früheren VfR-Gelände, etwas abgesetzt vom eigentlichen Geschehen. Von dort koordiniert der Einsatzleitwagen 2, der mit Leitungskräften der Hilfsorganisationen besetzt ist, das komplette Einsatzgeschehen rund um das Fest sowohl im Innenstadtbereich als auch auf Festwiese, Budengasse und Kirmesplatz.

Die Malteser sind direkt am Eingang zum Kirmesplatz auf der Hammer Landstraße positioniert und kümmern sich primär um die Versorgung der dort anfallenden Notfälle rund um die Fahrgeschäfte, Zelte und Lokale. Außerdem achten sie von dort auf den unteren Teil der Budengasse auf der Hammer Landstraße.

Eine weitere Versorgungs- und Rettungsstation betreut das Deutsche Rote Kreuz an der Galopprennbahn. Der primäre Einsatzbereich Festwiese und Festzelt ist von hier ebenso gut erreichbar wie der mittlere Teil der Budengasse, auf der vor allem nachmittags viele Besucher zu finden sind. Die vorhandenen Container bieten auch hier Behandlungsmöglichkeiten für alle Notfälle und auch die Aufenthaltsmöglichkeit für die Helferinnen und Helfer, die bis zum Ende der Zeltveranstaltungen einsatzbereit sind und von dort auch diverse Rettungsfahrzeuge in Einsatz bringen können.

Nahe an der Innenstadt befindet sich die Station der Johanniter. Am Europadamm / Hessentordamm sind neben den erforderlichen Notarzt-, Rettungs- und Krankenwagen eine Anzahl Einsatzmotorräder stationiert, die auch bei dicht stehenden Reihen von Zuschauern oder engen Einsatzstellen die Gewähr bieten, dass Hilfspersonal und Material auch schon dann zum Verletzten gelangen kann, wenn die größeren Rettungsfahrzeuge wegen der Menschenmengen nur langsam voran kommen.

Wer während der Schützenfest-Tage einen Unfall oder Notfall melden muss, wählt die allseits bekannte einheitliche Notrufnummer 112. Die Rettungsleitstelle des Rhein-Kreises nimmt dann sofort mit dem „Einsatzleitwagen Schützenfest“ Kontakt auf, der den eigentlichen Einsatz im Innenstadtbereich steuert. Über Funk ist jedes Fahrzeug, jede Unfallhilfsstelle und jeder Erstversorgungstrupp erreichbar und kann so zielgenau in den Einsatz gebracht werden.

Diese Ausstattung erleichtert auch evtl. notwendige Suchaktionen der zentralen Kindersammelstelle, die sich am Standort der Johanniter befindet. Sollte ein vermisstes Kind bzw. verlorene Eltern gemeldet werden müssen, ist die dafür entscheidende Telefonnummer die 02131 / 3 65 23 57.

Aus der jahrelangen Erfahrung haben sich einige Tipps herauskristallisiert, die einen schnellen Erfolg bei verlorenen Eltern bzw. Kindern begünstigen. Eltern sollten sich die Kleidung ihrer Kinder genau anschauen, um eine möglichst präzise Beschreibung geben zu können. Mit größeren Kindern sollte ein Treffpunkt ausgemacht werden für den Fall, dass man sich im Getümmel aus den Augen verliert. In jedem Fall sollte bevor man lange auf eigene Faust sucht, die Kindersammelstelle angerufen werden, denn evtl. ist die oder der Gesuchte schon dort und wartet auf Familienmitglieder.

Fußend auf Erfahrungen des Roten Kreuzes von anderen Großveranstaltungen bieten die Hilfsorganisationen in diesem Jahr erstmals Armbändchen für kleinere Kinder an, die sich die Eltern an den Hilfsstellen abholen können.

Auf diesen kann sowohl der Name des Kindes als auch die Telefonnummer der begleitenden Erwachsenen notiert werden, so dass die Hilfskräfte im Falle der unabsichtlichen Trennung der Kinder und Eltern die entsprechenden Erwachsenen direkt kontaktieren können, auch wenn den Kindern selber die entsprechende Telefonnummer nicht bekannt ist.

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