Meerbusch: Anrufer geben sich als Polizeibeamte aus – Vorsicht vor Betrügern

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Rhein-​Kreis Neuss/​Meerbusch (ots) – Am ver­gan­ge­nen Sonntagabend (19.08.) erreich­ten die Polizei im Rhein-​Kreis Neuss Hinweise auf meh­rere betrü­ge­ri­sche Anrufe, bei denen sich Unbekannte als Polizeibeamte aus­ga­ben.

Bei die­sen Anrufern han­delt es sich nicht um Polizisten, son­dern um Betrüger, die die Angerufenen in Angst und Schrecken ver­set­zen und dies für ihre Zwecke aus­nut­zen. Einen sol­chen Anruf erhiel­ten gleich meh­rere Bewohner aus dem Meerbuscher Stadtgebiet. Die Story, die sie den Angerufenen ver­such­ten auf­zu­ti­schen, war nahezu iden­tisch:

Die Unbekannten gaben sich als Polizeibeamte aus. Man habe eine Gruppe von Tätern gefasst und bei die­sen eine Liste gefun­den, auf der sich unter ande­rem die Daten der Anschlussinhaber befun­den hät­ten. Man würde emp­feh­len, Bargeld und Wertsachen in amt­li­che Verwahrung zu geben, um nicht Opfer einer Verbrecherbande zu wer­den. Ein Bote könne das Hab und Gut abho­len kom­men.

Im Verlauf des Gesprächs frag­ten die „fal­schen Polizisten” ihre zumeist älte­ren Opfer nach Wertgegenständen und Bargeld in der Wohnung. Die Angerufenen erkann­ten in allen Fällen recht­zei­tig die kri­mi­nel­len Absichten, been­de­ten die Gespräche und ver­stän­dig­ten die „rich­tige” Polizei. Es kam in den vor­lie­gen­den Fällen nicht zu einer wei­te­ren Kontaktaufnahme, so dass auch kein Schaden ent­stand.

Die Masche der Betrüger ist nicht neu. Üblicherweise bie­tet der fal­sche Kripobeamte im Weiteren an, die Wertgegenstände sicher bei der Polizei zu ver­wah­ren. Dafür würde ein Kollege vor­bei­kom­men und diese abho­len. Die anru­fende Nummer endete zum Teil mit den Zahlen „110” und sollte so den Anschein eines offi­zi­el­len Behördenanrufs erwe­cken. Telefonbetrüger nut­zen hier­für eine Computersoftware, die im Display ihrer Opfer die 110 erschei­nen lässt. Mit dem soge­nann­ten „Call ID-​Spoofing” kann jede belie­bige Nummer am Telefon des Opfers ange­zeigt wer­den und so eine fal­sche Identität vor­täu­schen.

Die Polizei ruft nie mit der Anruferkennung „110” an und nimmt keine Wertsachen vor­sorg­lich in amt­li­che Verwahrung und stellt auch keine Geldforderungen am Telefon.

Tipps der „ech­ten Polizei”, um nicht Opfer von Betrügern zu wer­den: Machen Sie am Telefon keine Angaben über Bargeld oder Schmuck in Ihrer Wohnung. Beenden Sie das Gespräch – legen Sie auf! Lassen Sie sich nicht ein­schüch­tern oder drän­gen. Notieren Sie – wenn mög­lich – Uhrzeit des Anrufes, den Namen des angeb­li­chen Polizisten und die Telefonnummer. Rufen Sie anschlie­ßend die Polizei an (02131–3000 oder den Notruf 110) und erstat­ten Sie Anzeige.

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