Kreis erstellt neuen Nahverkehrsplan: Abstimmungs- und Beteiligungsverfahren läuft

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Nach zuletzt 2013 erstellt der Rhein-​Kreis Neuss einen neuen Nahverkehrsplan. Der bil­det den Rahmen für die Entwicklung des öffent­li­chen Personennahverkehrs im Kreisgebiet in den nächs­ten Jahren. 

Mit dem im Juni eröff­ne­ten Abstimmungs- und Beteiligungsverfahren befin­det sich die Planerstellung in der zwei­ten und ent­schei­den­den Runde. 2017 hat­ten Bürger, Städte und Gemeinden, Verkehrsunternehmen, Zweckverbände und Behindertenorganisationen bereits Gelegenheit, ihre Anregungen bzw. Planungen ein­zu­brin­gen. Über 160 Einzelvorschläge waren dabei eingegangen.

Auf der Grundlage des dar­auf fußen­den Planentwurfs haben nun in dem noch bis Ende Juli lau­fen­den for­ma­len Beteiligungsverfahren vor­ran­gig die Kommunen und Aufgabenträger noch­mals die Möglichkeit, Stellungnahmen abzu­ge­ben und Anregungen mit­zu­tei­len, aber auch Bedenken zu äußern. Zu den Maßnahmenvorschlägen aus den Städten und Gemeinden, die zur Prüfung im Entwurf des neuen Nahverkehrsplans auf­ge­nom­men wor­den sind, gehö­ren unter anderem:

Schnellbusverbindung von Grevenbroich in Richtung Neusser Süden (S‑Bahn-​Haltepunkt Allerheiligen) /​Verbesserung der Verbindung Grevenbroich-​Zentrum nach Neukirchen /​bes­sere Verbindung Jüchener Ortschaften durch Anrufsammeltaxen oder Bürgerbus /​Verbindung zwi­schen dem Ortsteil Büttgen und dem neuen Gewerbegebiet „Kaarster Kreuz“ mit der Stadtmitte Kaarst /​zusätz­li­che Bedienung wei­ter­füh­ren­der Schulen in Kaarst /​Anbindung Gewerbegebiet „Glehner Heide“ an ÖPNV und direkte Verbindung vom Kleinenbroicher Bahnhof /​neue Schnellbuslinie zwi­schen Tönisvorst, Willich und Meerbusch /​Anbindung des Neusser Südens an den Düsseldorfer Süden durch Schnellbuslinie /​Verlängerung der heute am Landestheater enden­den Regionalbuslinien bis zum Neusser Hauptbahnhof /​Erschließung von Flächen im Neusser Hammfeld.

Der aktu­elle Entwurf des Nahverkehrsplans ist im Internet auf der Website www​.rhein​-kreis​-neuss​.de einsehbar.

Der Rhein-​Kreis Neuss ist zustän­dig für die Planung, Organisation und Ausgestaltung des öffent­li­chen Straßenpersonennahverkehrs im Kreisgebiet. Als Planungsinstrument dient der Nahverkehrsplan. Er defi­niert die Rahmenbedingungen für die Ausgestaltung des öffent­li­chen Personennahverkehrs (ÖPNV) und bil­det die Grundlage für seine Leistungsfähigkeit. Neben der Erarbeitung von Zielvorgaben und Maßnahmenvorschlägen zur Weiterentwicklung des ÖPNV ist auch die Anpassung an neue gesetz­li­che Bestimmungen Gegenstand der aktu­el­len Fortschreibung.

Prüf-​/​Optionsliste Nahverkehrsplan-Entwurf:

Grevenbroich:
– Prüfung einer Schnellbusverbindung von Grevenbroich in Richtung Neusser Süden (S‑Bahn-​Haltepunkt Allerheiligen)
– Prüfung des Stadtbuskonzeptes und Anbindung der umlie­gen­den Ortschaften an das Grevenbroich Zentrum
– Prüfung alter­na­ti­ver Angebotsformen
– Verbesserung der Verbindung zwi­schen Wevelinghoven und Neuss an Sonntagen
– Verbesserung der Verbindung Grevenbroich-​Zentrum – Neukirchen
– Ergänzung der Anbindung des Bereichs „Zur Wassermühle“ an Neuhausen, Frimmersdorf und Neurath

Jüchen:
– Optimierung des Linienverkehrs im Gemeindegebiet
– Verbesserung der Verbindung der ein­zel­nen Ortschaften unter­ein­an­der, z.B. durch Anrufsammeltaxen oder Bürgerbus

Kaarst:
– Verbindung zwi­schen Ortsteil Büttgen über das neues Gewerbegebiet „Kaarster Kreuz“ mit der Stadtmitte Kaarst
– Ausdehnung des Fahrplanangebotes des Schnellbusses SB51 zum Flughafen Düsseldorf, Prüfung einer Verlängerung der Betriebszeiten
– Zusätzliche Bedienung der wei­ter­füh­ren­den Schulen
– Vernetzung der Ortsteile Vorst, Kleinenbroich und Korschenbroich
– Verlängerung der Linie 843 von Grefrath über Dirkes zum Bf Büttgen und eine Direktverbindung von Meerbusch-​Osterath nach Kaarst

Rommerskirchen:
– Planung zur Einrichtung eines Ortsbussystems

Korschenbroich:
– Anbindung des Gewerbegebietes Glehner Heide an den öffent­li­chen Personennahverkehr, direkte Verbindung vom Kleinenbroicher Bahnhof

Meerbusch:
– Einrichtung einer neuen Schnellbuslinie zwi­schen Tönisvorst, Willich und Meerbusch – Haus Meer zur Verstärkung der Linien 071 ist bereits umgesetzt
– suk­zes­sive Umrüstung der Haltestellen auf einen höhe­ren Ausstattungsstandard
– neue Stadtbahnverbindung zwi­schen Neuss und Düsseldorf mit neuer Rheinquerung (hat auch die Stadt Neuss vorgesehen)
– Untersuchung der Leistungsfähigkeit der Stadtbahnverbindungen nach Düsseldorf und Krefeld
– ÖPNV-​Anbindungen der Rheingemeinden: ver­bes­serte Anschlussverbindungen an die Stadtbahn. Verlängerung der bestehen­den Buslinien ab Lank in die Rheingemeinden und eine Verkürzung der Fahrzeit zwi­schen Illverich und Lank
– Prüfung einer Direktverbindung zwi­schen Meerbusch Osterath und Meerbusch Büderich
– Taktverdichtung der Verbindung zwi­schen Büderich und Düsseldorf (828)

Neuss:
– Anbindung des Wohngebietes Klever-Straße
– Verbesserung der Anbindung des Demenz-Kompetenzcenters
– Verlängerung der heute am Landestheater enden­den Regionalbuslinien bis zum Hauptbahnhof zur bes­se­ren Erreichbarkeit der Neusser Innenstadt und des Hauptbahnhofs aus der Region
– Erschließung und Anbindung der Flächen im Hammfeld
– Anbindung des Neusser Südens an den Düsseldorfer Süden durch eine Schnellbuslinie
– Verbesserung der Erreichbarkeit der Gesamtschule an der Erft und des Schulzentrums Weberstraße aus Allerheiligen und Norf
– Verbesserung der Anbindung des Stadtteils Schlicherum durch Angebotsanpassungen
– Verbesserung der Erschließung des Entwicklungsgebietes ent­lang des Hafenbeckes 1 durch eine zusätz­li­che Stadtbahnhaltestelle an der Düsseldorfer Straße
– Prüfung von Angebotsanpassungen auf den Linien 827 (Anbindung an den Düsseldorfer Süden) 841 ( wegen hoher Nachfrage), SB85 (schnelle Anbindung an Düsseldorf).

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