Neue Rettungswache in Rommerskirchen eröff­net

Rommerskirchen, Rhein-Kreis Neuss – Die neue Rettungswache des Rhein-Kreises Neuss in Rommerskirchen-Butzheim an der B 477 wurde feierlich eröffnet. Die Wache ist künftig 365 Tage im Jahr und 24 Stunden am Tag besetzt.

"ENDLICH - mit keinem anderen Wort lässt sich meine momentane Gemütslage wohl besser ausdrücken. Endlich stehen wir hier, um den Abschluss eines der wichtigsten Bauvorhaben der letzten Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte in der Gemeinde Rommerskirchen vorzunehmen.", so begann Bürgermeister Dr. Martin Mertens seine Ansprache bei der Eröffnung der Rettungswache Nettesheim vor den rd. 150 Gästen.

Vorangegangen war ein jahrelanges Tauziehen mit dem Rhein-Kreis Neuss und den Krankenkassen über die Notwendigkeit einer eigenen Wache in Rommerskirchen. Aufgrund von Meldungen über spät eintreffende Rettungswagen hatte man in Rommerskirchen eine systematische Überprüfung der Eintreffzeiten vorgenommen. Grundlage war: Die Zeitspanne zwischen Alarmierung und Eintreffen eines Rettungswagens sollte eigentlich nicht länger als acht Minuten betragen. Und sie darf im ländlichen Raum maximal zwölf Minuten betragen.

Mertens: "Das hat seinen guten Grund: Bei einem Unfall, einem Herzinfarkt oder Schlaganfall zählt nicht nur jede Minute, sondern jede Sekunde. Jeder Arzt und jeder medizinisch Kundige wird das bestätigen. Deshalb ist es wichtig, dass die Menschen auch in Rommerskirchen im Ernstfall in möglichst kurzer Zeit vom Rettungswagen erreicht werden." Gemeinsam mit Landrat Petrauschke, der Rhein-Kreis Neuss mietet die von der Gemeinde errichtete Rettungswache und Dietmar Mittelstädt vom DRK, das die Rettungswache künftig betreibt, weihte Mertens die Wache nun ein. Neben der Rettungswache baut die Gemeinde Rommerskirchen eine Erweiterung des Feuerwache Nettesheim.

Mertens: "Wir wollen die Sicherheit in Rommerskirchen auf einem hohen Niveau halten. Dabei ist unsere Freiwillige Feuerwehre eine der wichtigsten Säulen."

Abschließend dankte Mertens allen, die zum erfolgreichen Gelingen des Baus beigetragen haben. Zu den kleinsten Gratulanten gehörten Kinder aus der nahegelegenen Kindertagesstätte Pusteblume, die einen eigens einstudiertes "Rettungswachenlied" vortrugen.

Im Rahmen einer durch den Kreis und die Gemeinde ausgerichteten Eröffnungsfeier wurde die Wache durch Pfarrer Norbert Müller von der katholischen Pfarreiengemeinschaft Rommerskirchen-Gillbach und Pfarrer Thomas Spitzer von der evangelischen Kirchengemeinde Rommerskirchen ökumenisch eingesegnet.

Mit dem Betrieb der Wache hat der Rhein-Kreis Neuss das Deutsche Rote Kreuz, Kreisverband Grevenbroich, beauftragt. Jeweils ein Notfallsanitäter oder Rettungsassistent und ein Sanitäter als Fahrer sind rund um die Uhr vor Ort. Insgesamt sind zehn Mitarbeiter im Schichtbetrieb im Einsatz.

Die Besatzung des Rettungswagen, mit Leiter Marcel Offermann (2. v.r.).

 
Das Gebäude wurde von der Gemeinde Rommerskirchen über die gemeindeeigene Entwicklungsgesellschaft gebaut und wird durch den Rhein-Kreis Neuss für den Betrieb der Rettungswache angemietet.
 
Vor dem Bau der Rettungswache wurden die Menschen in Rommerskirchen von den drei Standorten Dormagen, Grevenbroich-Kreiskrankenhaus und Grevenbroich-Neurath versorgt. Die Rettungsdienst-Teams fuhren die meisten Einsätze von Neurath aus.
 
Dietmar Mittelstädt, Vorstandsvorsitzender DRK-Kreisverband Grevenbroich, dankt Landrat Petrauschke für den Auftrag zum Betrieb der Wache: "In den heutigen Zeiten europaweiter Ausschreibungen ist es nicht selbstverständlich, dass der DRK - Kreisverband Grevenbroich diese Rettungswache betreiben darf. Hierauf sind wir sehr stolz. Der Rettungsdienst steht nicht für sich alleine, sondern ist Teil des Zivil- und Bevölkerungsschutzes und beginnt bereits mit den allseits bekannten Lehrgängen zur Ersten Hilfe".

Kindertagesstätte Pusteblume, mit dem eigens einstudiertes "Rettungswachenlied"

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