Grevenbroich: Verdacht auf Blindgänger unter der BAB540 hat sich bestä­tigt – Bomben erfolg­reich ent­schärft

Grevenbroich – In der vergangenen Woche wurde durch eine von Straßen.NRW beauftragte Firma im Bereich der beiden Verdachtspunkte der circa acht Meter hohe Damm, auf dem die BAB540 liegt, in einem Teilbereich abgetragen. Seit Montag sind die eigentlichen Sondierungsarbeiten nun wieder im Gange. Diese führt eine vom Kampfmittelbeseitigungsdienst bei der Bezirksregierung Düsseldorf beauftragte Sondierungsfirma durch.

Die Untersuchungen kommen dabei schneller als noch letzte Woche geplant voran. Mit einem Ergebnis ist nach derzeitigen Schätzungen bereits im Laufe des Dienstags oder Mittwochs zu rechnen. Sollte sich der Verdacht auf Kampfmittel bestätigen, wäre voraussichtlich nach am selben Tage mit einer Entschärfung zu rechnen.

Für eine eventuelle Bombenentschärfung werden insgesamt zwei Sicherheitsradien festgelegt. Im Ersten müssen Gebäude evakuiert werden, im Zweiten gilt luftschutzmäßiges Verhalten. Eine Evakuierung bedeutet, dass Gebäude und Gefahrenbereich für die Zeit der Entschärfung verlassen werden müssen. Luftschutzmäßiges Verhalten bedeutet, dass man sich während der Entschärfung zwar im Gebäude aufhalten darf, aber in Räumen, die vom Bombenfundort abgewandt liegen. Außerdem sollte man sich nicht in der Nähe von Fenstern aufhalten. Die Feuerwehr wird für den Fall der Fälle entsprechende Warndurchsagen im betroffenen Gebiet machen.

Erst am Tag der Entschärfung kann festgelegt werden, wie groß die jeweiligen Radien gefasst werden müssen. Dies hängt wesentlich von der Frage ab, ob und wenn ja was vor Ort gefunden wurde.

Für eine fortlaufende Information der Bevölkerung ist ab Dienstag, 08:00 Uhr für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger eine Informationshotline unter der 02181 – 608 333 geschaltet. Sollte es zu einer Evakuierung kommen, können nicht gehfähige Personen dort auch entsprechende Liegendtransporte durch das Deutsche Rote Kreuz anmelden.

Die Stadt wird fortlaufend über den Stand der Untersuchungen berichten und für den bislang nicht bestätigten Fall eines Fundes auf die betroffenen Bürgerinnen und Bürger zugehen.

Nachtrag:

Der Verdacht auf Blindgänger unter der BAB540 hat sich bestätigt. Gefunden wurden zwei Kampfmittel aus dem 2. Weltkrieg. Straßensperren im Bereich Gustorf-Nord und Laach-Süd werden ab 11.15 Uhr eingerichtet. Die Entschärfungen werden ab 14 Uhr vorgenommen.

Nachtrag 2:

Die Spergkörper konnten erfolgreich entschärft werden. Die diesbezüglichen Sperrungen wurden aufgehoben.

 

Beispielhafter Kartenausschnitt mit den Warnradien A (Evakuierung = 250m) und B (Luftschutzmaßnahmen = 500m).
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