Neuss: Junge Autoren lasen aus ihrem Buch – Interkulturelle Projekthelden

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – In der Stadtbibliothek fand eine ganz beson­dere Lesung statt. Jugendliche lasen aus dem Buch „Verschieden – aber eins“ das in Zusammenarbeit mit den Interkulturellen Projekthelden ent­stan­den ist.

Der Abend wurde zunächst durch die Einweihung des Medienbestandes vom Raum der Kulturen Neuss eröff­net, der nun in der Stadtbibliothek aus­leih­bar ist. Deniz Elbir, Interkulturbeauftragter der Stadt Neuss, und Hamdi Berdid, Vorsitzender vom Raum der Kulturen, zer­schnit­ten ganz sym­bo­lisch das Band, mit dem das Regal als Geschenk umschlun­gen war. 

Der Raum der Kulturen ist ein Verbund von diver­sen Vereinen, in dem auch die Interkulturellen Projekthelden Mitglied sind. Durch den inter­kul­tu­rel­len Medienbestand gibt es nun auf der zwei­ten Etage ein Regal mit dem Fokus „Willkommen Deutschland“.

Dorothea Gravemann, Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Neuss, berich­tete dem Publikum vor der Lesung über die Besonderheiten des Jugendbuchprojektes. „Die .NE hat bewusst die­ses inter­kul­tu­relle Projekt mit unter­stützt. Das Buch wird nicht nur in Neuss vor­ge­stellt, son­dern auch im Bundeskanzleramt. Darauf könnt ihr stolz sein, denn ihr habt etwas ganz Wunderbares auf die Beine gestellt“, so Gravemann. Frau Gravemann ver­teilte nach ihrer Rede an alle jun­gen AutorInnen und Mitwirkenden des Projekts Büchergutscheine und bedankte sich für die tolle Arbeit.

Vielfalt, Kultur, Migration und „ver­schie­den sein” in einer mul­ti­eth­ni­schen Gesellschaft. Doch was den­ken Jugendliche selbst dar­über? Oft reden Erwachsene über Kinder und Jugendliche, aber sel­ten mit ihnen. An die­sem Abend durf­ten drei Jugendliche aus ihrem Leben berich­ten und direkt mit dem Publikum dis­ku­tie­ren. „Ich bin weder das eine, noch das andere, ich fühle mich deutsch, aber auch tür­kisch. Zu mei­ner Identität gehö­ren zwei Kulturen und diese soll­ten beide akzep­tiert wer­den, der Mensch an sich sollte im Vordergrund ste­hen“, sagte Mirza aus dem Jugendvorstand der Projekthelden.

Felicitas, die ihr frei­wil­li­ges Jahr in der Stadtbibliothek absol­viert, erklärte: „Eigentlich wollte ich anfangs als Autorin mit­wir­ken, die in kei­ner wei­te­ren Kultur auf­ge­wach­sen ist, da ich es selbst immer so emp­fand. Durch die­ses Projekt habe ich mich inten­si­ver mit mei­ner Biographie beschäf­tigt und mir wurde noch bewuss­ter, dass ich schle­si­sche Wurzeln besitze und dass diese mit zu mei­ner Persönlichkeit gehören.“

Pedro Domingo Hernández López, Moderator des Abends und Vorstandsmitglied im Raum der Kulturen, beglei­tete die­sen Abend und die vie­len Gespräche mit Jugendlichen, Eltern, Fachkräften und ande­ren Menschen aus der Neusser Stadtgesellschaft. Auch Akteure der Neusser Politik waren ver­tre­ten. Hakan Temel, der sich u.a. im Integrationsrat der Stadt Neuss enga­giert, betonte die Wichtigkeit sol­cher Projekte für Kinder und Jugendliche.

Verschieden – aber eins:

12 Jugendliche (10 – 21 Jahre alt) haben in einem Projekt der „Interkulturellen Projekthelden e.V.“ ihre Geschichte(n) auf­ge­schrie­ben und illus­triert. Texte auf Deutsch, in der Herkunftssprache und auf Englisch.

Weitere Infos fin­den Sie auf auf: https://i‑projekthelden.de/publikationen

Foto: Eva Maria Noack
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