Jüchen: Kaninchen auf den Friedhöfen

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Robert Schilken, Herausgeber



Jüchen – Jährlich kommt es zu die­ser Jahreszeit zur glei­chen Problematik auf den Friedhöfen in der Gemeinde Jüchen. Besonders auf dem Friedhof in Jüchen nimmt die Zahl der Kaninchen zu.

Die Muttertiere brau­chen beson­ders viele Nährstoffe, weil sie mit der Aufzucht ihres Nachwuchses beschäf­tigt sind und die ers­ten Jungtiere ver­las­sen eben­falls den Bau und fan­gen an, frisch gepflanzte Blumen zu fres­sen. Eine Bejagung wäh­rend der Schonzeit (März – September) ist jedoch gesetz­lich nicht erlaubt ist. Auch die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung ist nicht mög­lich, weder zum Bejagen, noch für den Einsatz von Frettchen oder Greifvögeln.

Leider gibt es nur wenige Möglichkeiten, die Schäden in Grenzen zu hal­ten. So kann z.B. ein tief in das Grab ein­ge­las­se­ner Kaninchendraht sowie der Einsatz eines Vergrämungsmittels, wel­ches Geruchsstoffe frei­setzt, für Abhilfe sor­gen. Auch kann über die Auswahl der Pflanzen Einfluss genom­men werden.

Nach Beendigung der Schonzeit setzt die Gemeinde wie­der auf die Unterstützung von Falkner Horst Brings aus Hackhausen, da die klas­si­sche Bejagung mit­tels Waffe auf öffent­li­chen Flächen nur sehr bedingt durch­führ­bar ist. Dies geschieht auch aus Sicherheitsgründen, da durch den Einsatz von Falken weder Grabsteine beschä­digt wer­den, noch Anwohner sich über Gewehrschüsse beschwe­ren. Außerdem ist eine Sperrung der Friedhofsanlage nicht erforderlich.

Insgesamt soll so der Bestand auf ein erträg­li­ches Maß her­un­ter­re­gu­liert wer­den. Falkner und Gemeinde sind sich jedoch auch dar­über im kla­ren, dass man es nicht schaf­fen wird, kanin­chen­freie Friedhöfe zu schaf­fen. Meist in den Abendstunden wird der Hackhausener Falkner mit sei­nen gefie­der­ten Helfern die Gemeinde kos­ten­los unterstützen.

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