Weiter keine zusätz­li­che Windkraft in Rommerskirchen

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Robert Schilken, Herausgeber



Rommerskirchen – Seit Monaten ist „Windkraft” eines der beherr­schen­den Themen in der Gemeinde Rommerskirchen. Ausgelöst wurde die Diskussion durch den sei­ner­zei­ti­gen Entwurf zum neuen Regionalplan, der für Rommerskirchen rie­sige Flächen für die Windkraft vorsah.

Der Rat war sich einig, dass eine sol­che Planung nicht hin­nehm­bar sei. Bürgermeister Dr. Martin Mertens: „Eine unge­hemmte ”Verspargelung” der Landschaft, wie sie nach dem ers­ten Entwurf zu befürch­ten war, kann man den hier leben­den Menschen nicht zumu­ten. Rommerskirchen leis­tet seit Jahrzehnten schon einen Beitrag zur natio­na­len Stromversorgung, in dem es zahl­rei­che Beeinträchtigungen durch die nahen Braunkohlekraftwerde gibt und eine Vielzahl von Hoch – und Höchstspannungsleitungen das Gemeindegebiet durchschneidet.”

In die­ser Meinung gestärkt wurde der Rat der Gemeinde durch ein star­kes Engagement aus der Bürgerschaft. Das Rathaus stand und steht in engem Kontakt mit der Bürgterinitiative Windkraft um Manfred Schauff, in der kon­struk­tiv zusam­men­ge­ar­bei­tet wird.

Zuletzt hatte der Rat die 47. Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde Rommerskirchen beschlos­sen, womit die bis­he­rige Konzentrationszonenplanung für Windkraft, die den Anforderungen der Rechtsprechung nicht mehr ent­sprach, geän­dert wurde. Neben der Ausweisung neuer für die Windkraftnutzung vor­ge­se­he­ner Gebiete ist es bei der Ausschlusswirkung für das übrige Gemeindegebiet ver­blie­ben, d. h. außer­halb der fest­ge­setz­ten Konzentrationszonen dür­fen Windkraftanlagen nicht errich­tet werden.

Nun hat die Bezirksregierung die­ser Flächennutzungsplanänderung nicht zuge­stimmt. Die Bezirksregierung hat u. a. zur Begründung aus­ge­führt, eine zen­trale im Gemeindegebiet gele­gene Fläche (das Muhretal) sei im Regionalplan künf­tig für die Windenergienutzung vorgesehen.

Mertens: „Die Bezirksregierung hat dabei nicht aner­kannt, dass es sich um eine zen­trale Fläche im Gemeindegebiet han­delt, bei der die mög­li­che Errichtung von zahl­rei­chen Windrädern zu einer nach­hal­ti­gen Störung des Orts- und Landschaftsbildes führt.”

Auch bei der Bürgerinitiative löst die Entscheidung der Bezirksregierung Unverständnis aus: „Sollte uns die Bezirksregierung zwin­gen, die frag­li­che Fläche aus Windkraftzone aus­zu­wei­sen, wäre dies ein sol­cher Eingriff in unser Lebensumfeld, der den Menschen nicht mehr zu ver­mit­teln ist.” so Manfred Schauff.

Zur Verhinderung die­ses ein­schnei­den­den Eingriffs hat die Gemeinde nun Klage beim Verwaltungsgericht Düsseldorf gegen die Bezirksregierung erho­ben; wann das Verwaltungsgericht über die Klage ent­schei­den wird, ist momen­tan nicht abseh­bar. Bürgermeister Dr. Mertens und Gottfried Leuffen von der Bürgerinitiative sind sich einig: „Wir appel­lie­ren drin­gend an die Landesregierung, den Kommunen – wie ange­kün­digt – die eigene Planungshoheit bei der Ausweisung von Windkraftanlagen zurück zu geben. Wir vor Ort kön­nen am bes­ten im Sinne unse­rer Bürgerinnen und Bürger entscheiden.”

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