50 Jahre Malteser Dormagen

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Seit nun­mehr 50 Jahren gibt es die Malteser, damals noch als Malteser Hilfsdienst, in Dormagen. Der genaue Gründungstag wurde lei­der nicht aufgezeichnet. 

Das erste über­mit­telte Foto der Malteser ist jedoch auf das Jahr 1968 datiert und zeigt Dormagener Helfer bei einer Einsatzübung in Neuss. Klar ist, dass von die­ser Zeit an, bis in die 1970er Jahre, regel­mä­ßige Treffen der Malteser in der Gaststätte „Lindenhof” in Delrath statt­fan­den. Parallel zu die­sen Treffen wurde 1971 das erste Büro der Malteser im alten Pfarrhaus in St. Michael bezogen.

Seit 1969 bil­den die Malteser in Dormagen Menschen in „Erster Hilfe” aus. Schon 1971 nah­men die Sanitäter am Rettungsdienst der Stadt Dormagen teil. Hierüber wurde 1978 ein Vertrag mit dem Kreis Neuss geschlos­sen. Seitdem sind die Malteser im Dormagener Rettungsdienst etabliert.

Inzwischen beset­zen die Malteser jeden zwei­ten Samstag für 12 Stunden einen Rettungswagen der Stadt und sind hier für die Bürger im Einsatz. Von der Erfahrung der Notfallrettung pro­fi­tie­ren die Patienten im Sanitätsdienst und im Katastrophenschutz eben­falls. Im Jahr 2017 waren die Sanitäter, neben dem Engagement im Rettungsdienst, bei über 60 Sanitätsdiensten im Einsatz – und das als rein ehren­amt­li­che Gliederung.

Nachdem im Rahmen der kom­mu­na­len Neugliederung im Jahr 1974 die bestehen­den Malteser in Delrath/​Nievenheim und Dormagen zu den Maltesern der Stadt Dormagen fusio­nier­ten, wurde eine Scheune in der Zonser Altstadt als neuer Standort gefun­den. Diese sollte ursprüng­lich nur als Provisorium die­nen. Frei nach dem Motto „Nichts hält län­ger als ein Provisorium”, ist die ehe­ma­lige Scheune nun zur Malteser-​Wache aus- und umge­baut wor­den und auch nach ca. 44 Jahren immer noch die Heimat der Dormagener Sanitäter.

Seit dem Bestehen der Wache wur­den die meis­ten Arbeiten in Eigenregie durch­ge­führt und die Unterkunft von Generationen mit­ge­stal­tet, sodass sie zu einer rich­ti­gen „Heimat” der Helfer gewor­den ist, die zum Wohlfühlen ein­lädt. Heute besteht der Ortsverein Dormagen aus ca. 30 akti­ven ehren­amt­li­chen Helfern zwi­schen 16 und 65 Jahren. Neben den regel­mä­ßi­gen monat­li­chen Fortbildungen trifft man sich mon­tags zwi­schen 19:00 Uhr und 22:00 Uhr in der Zonser Altstadt zum Materialcheck, aber auch zum Quatschen, Spielen und gemein­sa­men Beisammensein.

Neben dem Dienst am Mitmenschen gerät auch der katho­li­sche Ursprung der Malteser nicht in den Hintergrund. Jedes Jahr nimmt man unter ande­rem an der Wallfahrt der Malteser nach Kevelaer teil oder bas­telt Kerzen für die Teilnahme am „Altenberger Licht”. Ebenso reiste man gemein­sam mit ande­ren Gliederungen im Jahr 2011 zum Papstbesuch nach Freiburg oder betreute im Jahr 2015 die Pilger bei einer Romwallfahrt der Malteser.

Um die Aufgabenvielfalt der Dormagener Hilfsorganisation zu zei­gen, prä­sen­tier­ten sich die Helfer im Jubiläumsjahr im Rahmen des Ostermarktes der Stadt Dormagen auf dem Rathausplatz. Dort wurde an zwei Tagen vie­les für die Menschen in der Stadt gebo­ten. So zeig­ten und erklär­ten die Sanitäter inter­es­sier­ten Bürgern ihre Fahrzeuge und boten kurze Auffrischungen in Erster Hilfe an. Extra für die klei­nen Gäste wurde am Sonntag bei schö­nem Wetter eine Rettungswagenhüpfburg auf­ge­baut, die neben dem Glücksrad und dem Entenangeln für strah­lende Kinderaugen sorgte. Sehr inter­es­siert zeigte sich auch der Besuch aus Politik und Gesellschaft.

So konnte neben dem ers­ten und zwei­ten stv. Bürgermeister der Stadt Dormagen, Hans Sturm und Michael Dries auch Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke begrüßt wer­den. Auch der Kreisdirektor des Rhein-​Kreis-​Neuss, Dirk Brügge, infor­mierte sich vor Ort über die Arbeit der Malteser. Hierneben konnte dem Diözesanleiter Albrecht Prinz von Croÿ die Mannschaft der Dormagener Malteser vor­ge­stellt wer­den. Prinz Croÿ machte sich bei sei­nem Besuch ein umfang­rei­ches Bild der Arbeit vor Ort in Dormagen.

Alles in allem war das Wetter über beide Tage gese­hen nicht per­fekt, jedoch konn­ten die groß­ar­tige Stimmung der Helfer und die Sonne am Sonntag dazu bei­tra­gen, dass das Wochenende zu einem vol­len Erfolg für die Dormagener Malteser wurde”, so Pressesprecher Dominik Goldbach. Als klei­nes „Dankeschön” spen­dierte die Ortsgliederung ihren Fördermitgliedern jeweils eine kleine Überraschung. Diese freu­ten sich über die Anerkennung und beka­men in einem per­sön­li­chen Gespräch einen tie­fe­ren Einblick dar­über, in wel­che Arbeit ihre Spenden fließen.

Das Jubiläumsjahr ist für die Malteser in Dormagen noch nicht vor­bei. Im Sommer wird der „Blaulichtstammtisch” der Dormagener Hilfsorganisationen auf der Malteser-​Wache in Zons statt­fin­den und im Herbst wird es abschlie­ßend ein Jubiläumsfest für die Helfer geben, womit sich das Jubeljahr schließ­lich dem Ende nähern wird. Fotos(5): Malteser Dormagen

Erster Krankenwagen der Malteser auf dem Hof der Zonser Wache
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