Bald sieht man sie wie­der über­all in der rhei­ni­schen Kulturlandschaft: Leuchtend gelbe Rapsfelder

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Robert Schilken, Herausgeber



Klartext​.NRW – Doch was steckt eigent­lich hin­ter der far­ben­fro­hen Pracht? Die gelbe Pflanze ist ein wah­res Kraftpaket, berich­tet der Rheinische Landwirtschafts-​Verband (RLV).

Die Blüten ver­wan­deln sich bis zum Juli in Schoten mit klei­nen, 2 mm dicken Körnern, die einen sehr hohen Ölgehalt haben, erklärt der RLV. Nach der Ernte im Juli wer­den die Körner gepresst. Das gewon­nene Öl kann zum einen als Speiseöl oder Kraftstoff in Form von Biodiesel ver­wen­det wer­den. Als Speiseöl steht Rapsöl nach Angaben der Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (UFOP) in der Beliebtheit auf Platz 1, weit vor Sonnenblumen- und Olivenöl.

Ernährungsphysiologen emp­feh­len Rapsöl wegen sei­nes sehr güns­ti­gen Fettsäuremusters. Rapsöl zeich­net sich mit einem hohen Gehalt an wert­vol­len Omega-​3-​Fettsäuren aus und trägt dazu bei, einen nor­ma­len Blutcholesterinspiegel auf­recht­zu­er­hal­ten. Bei der Pressung ent­steht außer­dem eiweiß­hal­ti­ges Rapsschrot, das als Futtermittel ein­ge­setzt wird und somit in der Rinder‑, Schweine- und auch Geflügelmast von ganz zen­tra­ler Bedeutung ist. Und beson­ders wich­tig: Rapsschrot ersetzt als hei­mi­sche Proteinquelle Sojaimporte in hohem Umfang.

Doch auch der Anbau selbst bie­tet viele Vorteile. Von Landwirten wird die Ackerfrucht geschätzt, da sie den Boden opti­mal auf nach­fol­gende Kulturen vor­be­rei­tet, also eine gute Vorfruchtwirkung hat, erklärt der RLV. Die lan­gen Wurzeln kön­nen Nährstoffe aus tie­fe­ren Bodenschichten errei­chen und sor­gen für eine Durchlockerung des Bodens. Anziehend fin­den außer­dem nicht nur wir Menschen die leuch­ten­den Felder, son­dern auch Bienen. Raps ist eine tolle Nektar- und Pollenquelle. Laut UFOP erge­ben 1 ha Raps 40 kg Rapshonig, so der RLV. Man sieht – Raps ist nicht nur schön für das Auge, son­dern bringt noch viele andere Vorteile.

Mit Besorgnis schauen die rhei­ni­schen Landwirte aller­dings auf die poli­ti­sche Großwetterlage. Hier zeigt sich, wie groß der Einfluss von inter­na­tio­na­len Entscheidungen für den Landwirt selbst im Rheinland ist. Aufgrund der Entscheidung von Donald Trump, argen­ti­ni­schen Biodiesel mit einem Schutzzoll zu bele­gen, hat das süd­ame­ri­ka­ni­sche Land den euro­päi­schen Markt als Ausweichmarkt ent­deckt, erklärt der RLV. Die ver­stärk­ten, güns­ti­gen Importe blei­ben nicht ohne Folgen für die Preislage am deut­schen Rapsmarkt.

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